Heinz Rökker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heinz Rökker (* 20. Oktober 1920 in Oldenburg (Oldenburg);[1]2. August 2018 ebenda[2]) war im Zweiten Weltkrieg ein deutscher Militärpilot und später Buchautor.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben zum Leben Heinz Rökkers liegen in Form einer Autobiographie des Verlages VDM Heinz Nickel vor, der die folgenden Angaben entnommen sind. Rökker besuchte das Gymnasium seiner Heimatstadt, wo er erfolgreich die Abiturprüfung ablegte.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe, wo er als Offiziersanwärter zum Militärpiloten ausgebildet wurde.

Die ersten Einsätze erlebte Rökker im Jahre 1942 bei der I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 2 im Mittelmeerraum. Bei dieser Einheit blieb er bis Kriegsende und kam in Afrika und im Westen zum Einsatz. Er flog die Nachtjagdvarianten der Messerschmitt Bf 110 und der Junkers Ju 88. Mit beiden Flugzeugtypen erzielte er insgesamt 64 Abschüsse. 63 in der Nacht, davon waren 55 viermotorige Bomber. In seiner erfolgreichsten Einsatznacht gelangen ihm sechs Abschüsse. Das Kriegsende erlebte Rökker als Hauptmann.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rökker wurde nach Abschluss seines Studiums Lehrer. Außerdem war er in der Bundeswehr als Hauptmann der Reserve tätig.[1] Im hohen Alter erschienen zwei Bücher von ihm im Verlag VDM Heinz Nickel. Eines ist seine Autobiographie, das zweite Buch – die Chronik I. Gruppe Nachtjagdgeschwader 2 I. /NJG 2. Juli 1940 bis Kriegsende 1945 Fernnachtjagd 1940–1942 – behandelt Kriegsereignisse, an denen er beteiligt war. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er nicht mehr fliegerisch aktiv. Er tauschte sich auf persönlichen Treffen mit einigen seiner damaligen Gegner über die Geschehnisse des Krieges aus. Bei seinem Tod 2018 war er der letzte noch lebende Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

In einem Leserbrief an die Preußische Allgemeine Zeitung vom 3. Mai 2008 von Peter Hild, vom Holocaustleugner Zentrum "Gedächnisstätte" in Guthmannshausen bei Borna heißt es: "verabschiedeten sich am 4. April in Wunstorf-Idensen viele hundert Weggefährten von dem aufrecht gebliebenen Kommandanten von „U-995“, Hans Georg Hess. Auch seine Ordenskameraden Günter Halm (1942 von Rommel als Panzergrenadier im afrikanischen Wüstensand geehrt, heute Bundesvorsitzender der Interessensvertretung der Ritterkreuzträger (OdR)) und Heinz Rökker (Eichenlaubträger der Nachtjagd) erwiesen mit ihren Komturorden dem großen Toten, der immer bescheiden geblieben war, die letzte Ehre. Am 15. März hatte der couragierte Ritterkreuzträger und Rechtsanwalt – gemeinsam mit Oberstleutnant Walter Held und Standartenoberjunker Gert Rittner – in der Gedächtnisstätte für die 11,5 Millionen zivilen Kriegstoten unseres Volkes im sächsischen Borna zu dem Thema gesprochen, das ihn neben der Verteidigung des deutschen Soldaten besonders bewegte „Umwidmung und Zerstörung von Soldaten-Ehrenmalen in Deutschland“."[3]

Zu seinem Tod schrieb der ehemals führende Berliner Neonazi Oliver Schweigert auf seinem Blog "Hauptmann Heinz Rökker wurde zur großen Armee abberufen!"

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 635.
  2. Todesanzeige
  3. Preußische Allgemeine Zeitung Seite V: Letzte Ehre für U-Boot-Kommandant Hess Betr.: „Einer der letzten ist gegangen“ (Nr. 15)
  4. Ausbildung und Einsatz eines Nachtjägers im II. Weltkrieg – Erinnerung aus dem Kriegstagebuch. VDM Heinz Nickel, Zweibrücken 2006