Heinz Spielmann

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Heinz Spielmann (* 9. November 1930 in Hattingen) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Museumskurator.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloss Gottorf

Spielmann wurde als Sohn des Tischlermeisters Heinrich Spielmann und seiner Frau Elisabeth (geb. Müller) geboren. Er studierte in Aachen und Stuttgart Architektur, Kunstgeschichte und Philosophie und wurde mit einer Arbeit über Palladio zum Dr. Ing. promoviert. Nach seinem Studium wurde er 1960 Leiter der von Max Sauerlandt von 1918 bis 1933 aufgebauten Modernen Abteilung am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. In seinen Ausstellungen zeigte er zeitgenössisches Kunstgewerbe sowie Illustrationen und Plakate bekannter Künstler wie Picasso, Braque, Miró, Chagall, Max Ernst und Kokoschka. Er baute am Museum die bereits von Justus Brinckmann begonnene Sammlung des Jugendstils zu einer der bedeutendsten in Mitteleuropa aus. Von 1983 bis 1995 war er als Honorarprofessor für die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Münster tätig.

1986 wurde Spielmann Landesmuseumsdirektor des Landes Schleswig-Holstein. Zugleich war er Leiter des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf. In dieser Funktion gründete er das Jüdische Museum in Rendsburg und das Richard-Haizmann-Museum in Niebüll. Nach seiner Pensionierung 1998 organisiert er mehrere Ausstellungen in Japan. 2002 wurde er Gründungsdirektor des Bucerius Kunst Forums, das er bis 2005 leitete.

Bucerius Kunst Forum in Hamburg

Zu dem Künstler Willi Baumeister verfasste er die Werkverzeichnisse der Druckgrafik: Die Serigraphien (1963), Die Lithographien (1965), Radierungen, Originalgraphischen Plakate, Katalog der typographischen Arbeiten (1966), Sonderdruck: Das Graphische Werk (1972) und den Werkkatalog der Druckgraphik (2005). Er engagiert sich seit 1970 im Rotary Club Hamburg-Steintor.[1]

Die Lichtwark-Gesellschaft, Hamburg, gründete ein Heinz-Spielmann-Begabtenstipendium zur Förderung junger Künstler.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Räume und Meisterwerke der Jugendstil-Sammlung. Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, 1977.
  • Kokoschka. Leben und Werk, DuMont Verlag, Köln 2003, ISBN 3-83217320-X.
  • Aus der Nähe - Mein Leben mit Künstlern 1950-2000, Wachholtz Verlag - Murmann Publishers, Neumünster / Hamburg 2014, ISBN 978-3-529-03433-6.
  • Phantastische Ideen für eine utopische Architektur – Zu Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen von Ingo Kühl. In: Ingo Kühl Architektur-Phantasien / Architectural Fantasies. S. 5–11, Verlag Kettler, Dortmund 2015, ISBN 978-3-86206-470-0.
  • Heinz Spielmann, Hella Häussler: Carl Otto Czeschka. 1878–1960. Ein Wiener Künstler und die Hamburger Wirtschaft. Ausstellung vom 18. August bis 7. Oktober 2011. Handelskammer Hamburg, Hamburg 2011
  • Heinz Spielmann: Carl Otto Czeschka. Ein Wiener Künstler in Hamburg. Mit unveröffentlichten Briefen sowie Beiträgen von Hella Häussler und Rüdiger Joppien. HWS-Reihe: Künstler in Hamburg (Hg. von Ekkehard Nümann) Bd. 1, Wallstein-Verlag 2019, ISBN 978-3-8353-3434-2[2] [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Club- und Mitgliederverzeichnis der Rotarier in der Bundesrepublik Deutschland 2002/2003
  2. http://www.h-w-s.org/maezaene/die-kuenstlerreihe/die-baende/