Heisterberger Weiher

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Heisterberger Weiher
Der Heisterberger Weiher (mit dem Rother Berg im Hintergrund) • Blick aus Westnordwest von Heisterberg aus
Der Heisterberger Weiher (mit dem Rother Berg im Hintergrund) • Blick aus Westnordwest von Heisterberg aus
Geographische Lage Hessen
Daten
Koordinaten 50° 39′ 16″ N, 8° 9′ 50″ OKoordinaten: 50° 39′ 16″ N, 8° 9′ 50″ O
Heisterberger Weiher (Hessen)
Heisterberger Weiher
Fläche 9,7 haf5
Länge 500 mf6
Breite 250 mf7

Der Heisterberger Weiher ist ein künstlich aufgestauter kleiner See südöstlich von Heisterberg, einem Ortsteil der Gemeinde Driedorf im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, Deutschland.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See hat eine Wasserfläche von 9,6 Hektar[1] und liegt auf 530 m Höhe auf dem Hochplateau des Westerwalds, an der Grenze von Hessen zu Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Unmittelbar südwestlich erhebt sich der in der benachbarten Gemarkung Hohenroth befindliche Höllberg (643 m).

Der See liegt etwa 500 m nördlich der Bundesstraße 255 und 75 m östlich der von dieser nördlich nach Heisterberg abzweigenden Kreisstraße K 83. Der Fernwanderweg Westerwald-Steig verläuft entlang seines Nordufers.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aus mehreren Quellen in einer Wiese unmittelbar südwestlich von Heisterberg gespeiste Amdorfbach, der etwa 12 km weiter östlich bei Burg in die Dill mündet, wurde in den Jahren 1707–1711 auf Anordnung des Fürsten Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg etwa 1,5 km westlich seines Quellgebiets durch einen etwa 250 m langen Staudamm als Fischteich aufgestaut. Die Arbeiten wurden zum großen Teil von den örtlichen Anwohnern in Fronarbeit erbracht. Der Weiher gehörte zum herrschaftlichen Hof der Fürsten in Heisterberg und wurde zur Fischzucht und als Wasserspeicher genutzt.

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See ist heute als Badesee ein beliebtes Naherholungsgebiet. Am Südufer befinden sich eine große Liegewiese, ein Volleyballfeld und ein Kinderspielplatz. Ferner bestehen eine Gaststätte, eine Bootsvermietung und ein ganzjährig geöffneter Campingplatz. Im Sommer bieten Rad- und Wanderwege, im Winter der Skilift Höllkopf südwestlich oberhalb des Sees und Langlaufloipen eine Erweiterung des Freizeitangebotes.

Am ersten Samstag im August steht traditionell der „Heisterberger Weiher in Flammen“, wobei der See im Glanz eines großen Feuerwerks erstrahlt.

Der Heisterberger Weiher. Im Hintergrund das namensgebende Dorf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heisterberger Weiher, bei Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie
  2. http://www.driedorf.de/wandern-radfahren/articles/westerwaldsteig.html