Heizkraftwerk Freimann

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Heizkraftwerk Freimann
Heizkraftwerk Freimann
Heizkraftwerk Freimann
Lage
Heizkraftwerk Freimann (Bayern)
Koordinaten 48° 11′ 18″ N, 11° 35′ 42″ OKoordinaten: 48° 11′ 18″ N, 11° 35′ 42″ O
Land Deutschland
Daten
Typ Heizkraftwerk
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Erdgas
Leistung 130 MW elektrisch
400 MW thermisch
Betreiber Stadtwerke München
Betriebsaufnahme 1974
Turbine 2 Gasturbinen
f2

Das Heizkraftwerk Freimann ist eine in Kraft-Wärme-Kopplung betriebene Anlage der Stadtwerke München am Frankfurter Ring im Münchner Stadtbezirk Schwabing-Freimann.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es befindet sich eigentlich im Stadtteil Schwabing.[1] Trotzdem wurde das Kraftwerk nach dem Stadtteil Freimann benannt, dem das Grundstück Jahrzehnte vor seinem Bau zugeordnet war (genauer: zum Bau der Bahnstrecke des Nordrings wurden Grundstücke der damaligen Gemeinde Freimann an die Stadt München abgetreten und dem Grundbuch Schwabing zugewiesen).

Zwischen 1974 und 2015 wurde mit zwei Gasturbinen elektrische Energie und Wärme erzeugt, als Brennstoff diente Erdgas. Das Heizkraftwerk erzeugte eine maximale Fernwärmeleistung von 400 MW, die elektrische Leistung betrug 160 MW. Der Netzanschluss erfolgt auf der 110-kV-Hochspannungsebene in das Stromnetz des Verteilnetzbetreibers SWM Infrastruktur.[2]

Nachdem die Gasturbinen 2015 stillgelegt wurden, existierten am Standort zwischenzeitlich nur zwei Heizkessel mit zusammen 260 MW thermischer Leistung. 2018 entschieden sich die Stadtwerke München dazu, erneut zwei Gasturbinen mit je 50 MW elektrischer und 125 MW thermischer Leistung zu installieren,[3] die Inbetriebnahme erfolgte 2020.[4]

Optisch auffällig sind 18 weithin sichtbare Wärmespeicher, die als Pufferbehälter für die Fernwärme dienen.

Ende 2020 wurde ein Batteriespeicher mit einer Kapazität 10 MWh und 8,4 MW Primärregelleistung in Betrieb genommen. Dieser soll der Netzstabilisierung dienen und den Schwarzstart des Heizkraftwerks ermöglichen.[5][6]

Das Heizkraftwerk Freimann emittierte zwischen 2005 und 2009 jährlich zwischen 16 und 86 Tausend Tonnen Kohlendioxid.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antrag der SWM an die Regierung von Oberbayern (darin: Zugehörigkeit zur Gemarkung Schwabing)
  2. Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 02.07.2012. (Microsoft-Excel-Datei, 1,6 MiB) Archiviert vom Original am 22. Juli 2012; abgerufen am 21. Juli 2012.
  3. Zwei Gasturbinen für Freimann. In: Zeitung für kommunale Wirtschaft, 28. März 2018. Abgerufen am 31. März 2018.
  4. Ressort Technik: Aktualisierte Umwelterklärung 2020. (PDF; 1,5 MB) Stadtwerke München, abgerufen am 19. Oktober 2021.
  5. https://www.zfk.de/energie/strom/swm-nehmen-gross-batteriespeicher-in-betrieb
  6. Zweiter SWM Batteriespeicher in Betrieb. Stadtwerke München GmbH, 14. Mai 2021, abgerufen am 19. Oktober 2021.
  7. Emissionshandelspflichtige Anlagen in Deutschland 2008-2012 (Stand 28.02.2011) (Memento vom 20. Februar 2013 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]