Helen Lauff

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Helen Lauff

Helen Lauff (* in Essen) ist eine deutsche Bildende Künstlerin mit Schwerpunkt auf Malerei, Handzeichnungen und derzeit Papierreliefs.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wuchs in Essen auf und war das vierte Kind musisch sehr orientierter Eltern, die eine Basis für die künstlerischen Intentionen der Künstlerin legten.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Kindesalter fiel die Vielfalt von Helen Lauffs Begabungen auf, die allmählich eine starke Hinwendung zur Bildenden Kunst zeigte. Der Vater übte als Brotberuf den eines Maschinenbauingenieurs aus. Zudem war er jedoch auch Kunstturner und trat gelegentlich auch in dieser Funktion auf. Seine Passion waren Gesang und das Violinspiel. Die Mutter war Mitglied einiger Theaterlaienspielgruppen und wäre am liebsten Opernsängerin geworden.

Die frühen Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1968 in Essen siedelt Helen Lauff nach Kiel über, um ein Studium an Christian-Albrechts-Universität in Psychologie und Pädagogik zu beginnen. Parallel dazu begann sie an der dortigen Muthesius Kunsthochschule bei Ekkehard Thieme und Fritz Bauer den Studienzweig der Freien Grafik. Bereits während Ihrer Studien unterrichtete sie an einem Gymnasium Bildende Kunst und führte diese Tätigkeit noch etliche Jahre weiter, auch noch während ihrer mehr privat geprägten Phase, in die die Geburten ihrer drei Kinder fielen. Parallel dazu absolvierte sie noch eine Ausbildung an der Tanzakademie Remscheid. Ihre Lehrerin war Anne Preetz. Während ihrer ersten Phase zeigte sich noch stärker, dass ihr Leben auf dem musischen Sektor, besonders der bildenden Kunst aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken war, wenn auch – durch private Entwicklungen – eher inoffiziell. Es entstanden zu jeder Zeit Zeichnungen, Druckgrafiken und Malereien.

Erste Erfolge: Ein Leben zwischen Familie und freiem Kunstschaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helen Lauff illustrierte Schul- und Kinderbücher (Schwann Verlag Düsseldorf), ein Sagenbuch (Queißer Verlag, Lebach / Saarland). Sie lebte und arbeitete künstlerisch sowohl in Flandern und Mittelitalien (Marche). Nach ihrer Übersiedlung nach Berlin schrieb sie Kindererzählungen für den „Ohrenbär“ beim SFB, die auch bei der Deutschen Grammophon als Hörbücher erschienen. Dazu verdingte sich als TV-Ansagerin und Nachrichtensprecherin bei verschiedenen Sendern in Deutschland (ARD, SR) und moderierte Klassik-Sendungen („Klassik zum Frühstück“, SFB). Es erfolgte die Vervollständigung ihres Psychologiestudiums, indem sie einen Abschluss als Heilpraktikerin und Psychotherapeutin absolvierte. Bis heute leitet Helen Lauff psychotherapeutische Seminare, wobei ihr Schwerpunkt auf Trance und Hypnose nach Klaus Mika liegt (Hoffman Prozess).

2009 zog Helen Lauff wieder in das Saarland und intensivierte ihre Ausübung des Berufs einer Künstlerin. In dieser neuen Umbruchphase konnte sie sich endlich wieder auf ihre eigentliche Bestimmung als bildende Künstlerin besinnen und betrat mit ihren Papierreliefs neues künstlerische Terrain, das sie bis heute fasziniert.

Künstlerisches Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 liegt ihr künstlerischer Schwerpunkt auf der Schaffung außergewöhnlicher Papierreliefs, mit applizierten objets trouvés und Handzeichnungen mit einer eigenen Bildsprache. Es handelt sich um Halb- oder Dreiviertelporträts mit fiktiven Namen oder Personen bekannter Persönlichkeiten aus der Literatur-, Kunst- oder Musikszene, oder auch Fantasiegeschöpfe. Helen Lauff bezieht für ihre Arbeite ihre künstlerischen Inspirationen aus allen musischen Bereichen, die sie bildnerisch verarbeitet. Aber auch ihre generell vorhandene, überaus feinsinnige Beobachtungsgabe von Menschen und bestimmten Situationen ihres jeweiligen Umfeldes überträgt sie in ihre Kunst, nicht zuletzt Unterbewusstes und Unbewusstes, wobei die langjährige psychologische Arbeit mit Menschen eine große Rolle spielt.

Ausstellungen (Einzel- & Kollektivausstellungen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort
1978 Bosener Mühle / Saarland
1979 Saarlandmuseum (In Zusammenarbeit mit dem „Wolkenschloss“)
1979 Teilnahme am Göttinger Kunstmarkt
2012 Private Atelierausstellung in Saarbrücken
2013 Galerie Pablo, St. Johann, Saarbrücken
2013 Galerie Q 14, Saarbrücken
2014 September, Casino am Staden, Saarbrücken
2014 Oktober, BMW Lounge, Saarbrücken
2014 November, Union Stiftung, Saarbrücken
2015 Januar, Kunstverein im Wasserschloss, Bad Rappenau (zusammen mit dem Bildhauer Klaus Horstmann-Czech)
2015 seit Januar, vertreten durch die Galerie JeanMichelBerlin, Berlin
2015 April, Teilnahme am Internationalen Künstler-Symposion Saarmesse vom 10.–22. April

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michaela Auinger, Die Seele altert nicht, in: Forum – Das Wochenmagazin, 49, 28. November 2014, S. 78–79.
  • Im Spiegelkabinett der Gefühle, Helen Lauff, Top Magazin Saarland, Ausgabe 4, Winter 2014, S. 74–75.
  • Opus, Kulturmagazin, Sept. 2014, Künstlerin der Monate Sept., Okt., 2014.
  • Nicole Baronsky-Ottmann, Saarbrücken bietet ihr Muße für die Kunst. Malerin Helen Lauff stellt 50 in der Wahlheimat entstandene Arbeiten aus, in: Saarbrücker Zeitung vom 24. Sept. 2014.
  • Dr. Brigitte Quack, Frauen sind Königinnen, Saarbrücker Zeitung vom 26. Nov. 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Helen Lauff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien