Helga Franz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Helga Franz (* 1961 in Bamberg) ist eine deutsche Künstlerin[1] und Fotografin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1980 bis 1985 studierte Franz Malerei und Grafik bei Per Kirkeby an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, von 1985 bis 1986 Malerei bei Kai Sudeck an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, von 1987 bis 1988 an der U.N.A.M., Universidad Nacional Autónoma de México, von 1989 bis 1990 als Postgraduierte am M.I.T., Massachusetts Institute of Technology bei Otto Piene und Paul Earls am C.A.V.S., Center for Advanced Visual Studies des M.I.T., Space Habitat Design im Dept. of Architecture sowie fakultativ im Dept. of Material Science and Engineering und im Dept. of Aeronautics and Astronautics. Von 2002 bis 2003 studierte sie Digitale Medien und Architekturvisualisierung an der Akademie für Digitale Medien cimdata Berlin.

Von 1993 bis 2001 war sie Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig, wo sie das Fach Plastik/Objekte aufbaute und das Studienangebot mit Lehrkonzepten für grundlegende und weiterführende Studien des Dreidimensionalen Gestaltens, mit inner- und außeruniversitären Angeboten im In- und Ausland sowie durch Lehrveranstaltungen der Weiterbildung für Kunstlehrer erweiterte.

Seit 1995 engagiert sie sich ehrenamtlich und in der außeruniversitären Bildungsarbeit, u. a.: Vorstandsmitglied Berufsverband Bildender Künstler*innen Berlin 2007 bis 2009; Mitglied des Künstlerischen Beirats, Büro für Kunst im öffentlichen Raum des bbk Berlin.

Franz ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Sie lebt in Berlin. [2]

Stipendien, Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jahresstipendium des Senats für Kulturelle Angelegenheiten Berlin
  • Stipendium des Council for the Arts, M.I.T., USA
  • Jahresstipendium des DAAD in Mexiko-Stadt
  • zwei Arbeitsstipendien der Stiftung Kulturfonds
  • Projektstipendium der Pro Helvetia
  • Projektstipendium des Projektfonds Kulturelle Bildung Berlin

Kunstprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der expressiv-gestischen Malerei kommend entwickelte Franz poly- und monochrome Großformate. Materielle Farbe übersetzte sie in Licht und realisierte Ausstellungen und Lichtereignisse mit homöostatischen und kinetischen Installationen, die den Menschen einbezogen. Ihre Installationen mit vielfältigen künstlerischen Mitteln sind oft prozessualen Charakters.

Mit Lichtinszenierungen, die Franz auf zahlreichen Ausstellungen vorstellen konnte, zielt sie auf „eine Bewusstmachung der visuellen Phänomene der Lichtbrechung und Möglichkeit, Zeit sichtbar zu gestalten. (...) Die oszillatorischen Eigenschaften kinetischer Lichtobjekte demonstrieren in abstrakter Form die Problematik der Existenz und ihrer gegenseitigen Bedingtheit.“[3]

Editionen und Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ästhetische Annäherungen an Erinnerungen (4 Bände, Format 28 × 28 cm, Texte und Bilder, Verlag visuell.virtuell)
    • Band 1. Linien. Episoden aus der wirklichen Welt, vergessen, unbeendet: anderer Leben zu eigen. Fonds und Fundus. Berlin 2016, ISBN 978-3-00-042257-7.
    • Band 2. Parallelen. Dinge und verbale Skizzen. Kindheit. Dortiges, Zugehöriges. Die Anderen. Berlin 2014, ISBN 978-3-00-042259-1.
    • Band 3. Tangenten. Bilder und verbale Skizzen. Unruhe und Katharsis. Chronik einer frühen Krise. Berlin 2016, ISBN 978-3-00-047107-0.
    • Band 4. Asymptoten. gedankliche Skizzen und Bilder zur Sprache. Betrachtung. Schönheit im und aus dem Ganzen. Berlin 2016/17, ISBN 978-3-00-055237-3.
  • Projekte für den öffentlichen Raum 1982–2013, Verlag visuell.virtuell, Berlin 2013, ISBN 978-3-00-042258-4.
  • Moiré. Geometrien 2008, Raumerlebnis aus der Fläche. Geometrien und Experimente, Verlag visuell.virtuell, Berlin 2013, ISBN 978-3-00-042260-7.
  • Malerei. konkret. farbinterferenzen. fläche, Verlag visuell.virtuell, Berlin 2015, ISBN 978-3-00-048686-9.
  • Malerei. informel. abstrakte expression. experiment, Verlag visuell.virtuell, Berlin 2015, ISBN 978-3-00-048656-2.
  • Leben forschen. Ästhetische Annäherungen. Die Ausstellung als Versuchsfeld und Labor, Verlag visuell.virtuell, Berlin 2011, ISBN 3-412-09700-4.
  • Zeit und Raum in Musik und Bildender Kunst – Musik und Bildende Kunst in Zeit und Raum, Böhlau-Verlag 2000, Hg. T. Böhme, K. Mehner, ISBN 3-412-09700-4.

Werke in Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Senat von Berlin
  • Stadtmuseum Berlin
  • NBK Neuer Berliner Kunstverein
  • MDC Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch
  • Jenoptik, Jena
  • Werke in privaten Sammlungen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Benelux.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helga Franz auf Artfacts. Abgerufen im 28. März 2017.
  2. Deutscher Künstlerbund, Mitglieder, abgerufen am 1. März 2017
  3. Eugen Blume, Helga Franz. materielos – Materielos, Licht und Prozesse. Objekte und Installationen 1990–1996, Eigenverlag Berlin 1997, ISBN 3-00-001455-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]