Hellmut Fischmeister

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Hellmut Fischmeister (* 14. Mai 1927 in Wien, Österreich; † 6. November 2019[1]) war ein österreichischer Forscher und Metallurg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hellmut Fischmeister studierte von 1945 bis 1951 an der Universität Graz Physik, Mathematik und Chemie und promovierte dort 1951 in Physikalischer Chemie. Er war ab 1953 Forschungsassistent am Institut für Anorganische Chemie der Universität Uppsala. 1956 wurde er Leiter der Gruppen Physik und Werkstoffe im Entwicklungslabor der Telefonaktiebolaget LM Ericsson in Stockholm. Er leitete ab 1958 das Labor für Pulvermetallurgie im Schwedischen Institut für Metallforschung in Stockholm. Ab 1961 leitete er die Forschungsabteilung für Hartmetalle im Edelstahlwerk der Stora Kopparbergs Bergslags AB in Söderfors (Schweden), in der Folge leitete er die gesamte Forschung, Entwicklung und das Qualitätswesen des Edelstahlwerkes in Söderfors (heute Erasteel Kloster AB und Söderfors Steel AB).

1965 folgte er einem Ruf zum Ordinarius und Vorstand des Instituts für metallische Werkstoffe an der Chalmers Technischen Hochschule in Göteborg. Er wurde 1975 zum Ordinarius und Vorstand des Instituts für Metallkunde und Werkstoffprüfung an der Montanuniversität Leoben berufen.[2]

1981 wurde er Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor des Instituts für Werkstoffwissenschaft am Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart (nunmehr Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme). Er war – neben seiner Leitungsfunktion am Max-Planck-Institut für Metallforschung – von 1991 bis 1993 auch Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale).[3] Er wurde 1995 aus dem MPI für Metallforschung emeritiert.[4]

Hellmut Fischmeister war von 1993 bis 2003 Mitglied des Österreichischen Universitätenkuratoriums und von 2004 bis 2009 Mitglied im österreichischen Wissenschaftsrat.[5]

Er wurde 1975 als gewähltes ausländisches Mitglied in die Königlich-Schwedische Akademie der Ingenieurwissenschaften (Kungl. Ingenjörsvetenskapsakademien, abgekürzt IVA) aufgenommen. 1981 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt und ist seit 1988 Mitglied der Academia Europaea. Er wurde 1995 wirkliches Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag im Vem är Vem? Norrland 1968, S. 630 (Projekt Runeberg, schwedisch).
  • Ehrungen (PDF; 1,5 MB). Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM), August 2010, S. 7–8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige für Fischmeister, Kleine Zeitung, 10. November 2019
  2. Geschichte des Departments Metallkunde und Werkstoffprüfung (Memento des Originals vom 22. August 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/materials.unileoben.ac.at, Montanuniversität Leoben.
  3. a b Universitätsforschungspreis der Industrie, Preisträger 2005. (PDF) Abgerufen Dezember 2017.
  4. Emeritierte Wissenschaftliche Mitglieder, Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Stuttgart.
  5. Ehemalige Mitglieder des Wissenschaftsrates, Webpräsenz des österreichischen Wissenschaftsrates. Abgerufen am 16. Januar 2016
  6. Honorary doctors at KTH Webpräsenz der Königlich-Technischen Hochschule Stockholm. Abgerufen am 5. Juli 2014.
  7. Ehrendoktoren der Technischen Universität Graz
  8. Würdenträger der Montanuniversität Leoben