Helmut Gold

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Helmut Gold im Juni 2012

Helmut Gold (* 7. Dezember 1958 in Wetzlar) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Historiker, Direktor des Museum für Kommunikation Frankfurt und seit dem 1. Mai 2017 Stiftungsleiter der Museumsstiftung Post und Telekommunikation.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gold studierte von 1977 bis 1983 Geschichte und Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und promovierte 1989 am Fachbereich Neuere Philologien an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt über „Erkenntnisse unter Tage. Bergbaumotive in der Literatur der Romantik“. Von 1985 bis 1987 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Literaturarchiv in Marbach, anschließend bis 1991 freiberuflich als Leiter von Ausstellungsprojekten am Verkehrsmuseum Nürnberg und dem Deutschen Postmuseum Frankfurt tätig.

1993 wechselte er als Referatsleiter Ausstellungen und personale Kommunikation nach Köln zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Seit Februar 1997 ist er Direktor am Museum für Kommunikation in Frankfurt, das zur öffentlich-rechtlichen Museumsstiftung Post und Telekommunikation gehört. Von Januar 2005 bis April 2017 wirkte Gold als ständiger Vertreter der Stiftungsleitung, zum 1. Mai 2017 löste er Lieselotte Kugler als Kurator der Museumsstiftung Post und Telekommunikation ab.[1]

Von 2007 bis 2013 war er Vorstandsmitglied im Deutschen Museumsbund. Weiterhin ist er Mitbegründer der CECOM (European Communication Museums) und des NCM (Network Company Museums), Mitglied des Beirats der Stiftung Technoseums in Mannheim sowie Kuratoriumssprecher des Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven.

Darüber hinaus leitet er seit 1998 als Geschäftsführer die Deutsche Gesellschaft für Post und Telekommunikationsgeschichte e.V., eines Geschichtsvereins zur Kommunikationsgeschichte mit über 10.000 Mitgliedern, der vierteljährlich das Magazin zur Kommunikationsgeschichte „Das Archiv“ herausgibt.

Von Gold stammen Veröffentlichungen zur Literatur-, Medien- und Technikgeschichte. Außerdem hatte er Lehraufträge an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Ausstellungen und Kataloge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literatur im Industriezeitalter (Marbach 1987)
  • Fräulein vom Amt (Frankfurt 1993)
  • LiebesLeben (Köln u.a. 1994ff)
  • Sehnsucht (Köln u.a. 1996ff)
  • Wer nicht denken will, fliegt raus- Joseph Beuys Postkarten (Frankfurt/Hamburg/Berlin 1998ff)
  • Abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten (Frankfurt/Berlin/Hamburg/1999ff)
  • Mensch Telefon - Aspekte telefonischer Kommunikation (Frankfurt/Berlin/Nürnberg 2000ff)
  • Liebe.komm- Botschaften des Herzens (Frankfurt/Hamburg/Nürnberg/Berlin 2003ff)
  • Medien erzählen Geschichte(n). Neue Dauerausstellung (Frankfurt 2004)
  • Globalisierung 2.0 (Frankfurt/Berlin/Nürnberg 2007f)
  • @bsolut privat?! Vom Tagebuch zum Weblog (Frankfurt/Berlin 2008f)
  • Satt: Kochen, Essen, Reden (Frankfurt/Berlin 2009f)
  • DO IT YOURSELF: Die Mitmach-Revolution (Frankfurt/Berlin 2010f)

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erkenntnisse unter Tage. Bergbaumotive in der Literatur der Romantik. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 1989
  • LiebesLeben – Grundlagen zur Konzeption und Umsetzung einer neuen Ausstellung zur Aidsprävention. In: Ausstellungen als Medium in der Gesundheitsförderung. Publikationsreihe Wissenschaft im Deutschen Hygiene-Museum, Bd. 6, Dresden 1997
  • Der ausgestellte Mensch. Ausstellungen als Medium der Gesundheitsaufklärung. In: Hauptsache Gesund. Gesundheitsaufklärung zwischen Disziplinierung und Emanzipation. Marburg: Jonas Verlag 1998
  • Feed it, watch it grow - Digitale Souvenirs. In: Der Souvenir. Erinnerung in Dingen von Reliquie zum Andenken. Köln/Frankfurt: Wienand Verlag 2006
  • Medien erzählen Geschichte(n). Das Museum für Kommunikation Frankfurt. In: Hilmar Hoffmann: Das Frankfurter Museumsufer. Frankfurt a.M: Societätsverlag 2009
  • (mit Hartwig Lüdtke): Technikmuseen. In: Museen zwischen Qualität und Relevanz. Denkschrift zur Lage der Museen, Berlin: G + H Verlag 2012
  • Das Zeitsparbuch (mit K. Beyrer), Mainz: Verlag Hermann Schmidt 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 20. April 2017 – Nr. 14 – Museum für Kommunikation Frankfurt. Abgerufen am 5. Mai 2017.