Henrika Faßbender

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Henrika Katharina Faßbender (* in Aachen; † 6. Dezember 1875 in der Themsemündung) und ihre Gefährtinnen waren christliche Märtyrinnen.

Leben und Sterben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henrika Faßbender gehörte der Kongregation der Franziskanerinnen von Salzkotten an. Sie wurde zur Mission in die Vereinigten Staaten, nach St. Louis im Bundesstaat Missouri gesandt. Gemeinsam mit anderen Ordensschwestern – Brigitta Dammhorst aus Mastholte bei Wiedenbrück in Westfalen, Norberta Reinkober aus Steindorf in Oberschlesien, Aurea Badziura aus Nengarten in Oberschlesien und Barbara Hültenschmid aus Deleke in Westfalen – trat sie die Überfahrt auf dem Dampfer Deutschland an. Dieser geriet in Seenot und sank. Den Ordensschwestern wurde ein Platz in einem der Rettungsboote angeboten. Henrika Faßbender und ihre Mitschwestern verzichteten zugunsten von Müttern mit Kindern darauf. Stattdessen blieben sie an Bord des Schiffes und beteten für die Mitreisenden.[1]

Die Leiche einer der Schwestern konnte nie geborgen werden. Die anderen wurden im englischen Stratford von Kardinal Henry Edward Manning beigesetzt. Die Beisetzung fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am 13. Dezember 1875 statt.

Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorfall inspirierte den britischen Lyriker und Jesuiten Gerard Manley Hopkins zu seinem Gedicht The Wreck of the „Deutschland“.

Heiligsprechung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nächstenliebe und ihre Selbstlosigkeit, mit der Henrika Faßbender und ihre Gefährtinnen sich dem sicheren Tod stellten, führten zu ihrer Heiligsprechung. Ihr Gedenktag ist der 6. Dezember.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Meetschen: Lebensopfer in Seenot. Zum Gedenktag der hl. Henrika Fassbender und Gefährtinnen am 6. Dezember 2012. In: Die Tagespost, 6. Dezember 2012, S. 7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]