Henry Markram

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Henry Markram (2010)
Markram demonstriert die Visualierung von Synapsenaktivitäten im Neocortex des Gehirns

Henry Markram (* 28. März 1962 in der Kalahari, Südafrika) ist ein israelischer Hirnforscher südafrikanischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte Henry Markram auf der Farm seiner Eltern in der Kalahari-Wüste.[1] Mit 13 Jahren besuchte er ein Internat in der Nähe von Durban.[1] Danach studierte er Medizin und Neurophysiologie in Kapstadt.[1] Nach seinem Studium forschte er zunächst am Weizmann-Institut in Israel.[1] Dort lernte er seine erste Frau kennen und nahm die israelische Staatsbürgerschaft an.[1] Nach der Ableistung seines Militärdienstes in Israel wechselte er ans Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg, wo er mit dem Nobelpreisträger Bert Sakmann zusammenarbeitete.[1] Im Jahre 2002 erhielt er einen Ruf ans Massachusetts Institute of Technology, den er aber zugunsten eines besser dotierten Angebots der École polytechnique fédérale de Lausanne ablehnte.[1] Heute ist er in zweiter Ehe verheiratet mit der deutsch-polnischen Neurowissenschaftlerin Kamila Markram verheiratet; sie haben zwei Kinder.[1]

Wirken[Bearbeiten]

Er leitet das Forschungsvorhaben Blue Brain, das mit seinem Namen eine Blaupause des Gehirns assoziieren soll, an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL). Seit einer EU-Förderung von 1 Milliarde Euro über 10 Jahre als europäisches „Leuchtturmprojekt“ nennt sich Markrams Vorhaben, die inneren Mechanismen des Gehirns mit Neuronalen Netzen auf Supercomputern zu simulieren und zu verstehen, Human Brain Project.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Stirn: Wie baut man ein Gehirn, Herr Markram? – Porträt: Henry Markram, in: P.M. Magazin 04/2014, S. 34–37.
  • Henry Markram, in: Internationales Biographisches Archiv 24/2013 vom 11. Juni 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Henry Markram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Alexander Stirn: Wie baut man ein Gehirn, Herr Markram?, in: P.M. Magazin 04/2014, S. 34–37, hier S. 36
  2. EU-Forschungsgelder für die ETH Lausanne, swissinfo.ch, 28. Januar 2013