Herbert Berger (Schriftsteller, 1919)

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Herbert Berger (* 12. März 1919 in Świebodzice/Schlesien; † 23. April 1992 in Warendorf) war ein deutscher Schriftsteller und Bergmann.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren in Schlesien, absolvierte Berger zunächst Volksschule, Arbeits- und Militärdienst. Fronteinsätze im Zweiten Weltkrieg prägten ihn.[2] Von 1945 bis 1950 war er in Ostdeutschland in verschiedenen Berufen tätig. 1951 kam er nach Ahlen, wo er bis 1975 als Bergmann arbeitete. Im Ruhestand lebte er bis zu seinem Tode in Hoetmar.

Seit 1952 war Berger als Autor tätig.[3] Er schrieb Kurzprosa, Kurzgeschichten, gelegentlich Gedichte und Hörspiele, zum Teil zusammen mit seiner Ehefrau Martha Berger. Er war ein typischer Arbeiterdichter und schrieb in einer einfachen und direkten Sprache. Die meisten seiner Veröffentlichungen drehen sich um das Leben der Bergleute und ihrer Familien.[2]

Berger war Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1973, 1975: Erzählerpreis Ostdeutschen Kulturrates Bonn[4]
  • 1976: Literaturpreis des Vereins für Jugend und Wirtschaft, Zürich
  • 1979: Lyrikpreis Altenkirchen
  • Stipendium des Kultusministeriums NRW
  • Auszeichnungen beim Erzähler- und Hörspielpreis des Ostdeutschen Kulturrats und des Sozialministers NRW

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit G. Hinz, R. Limpert: Gedichte des Sozialpartners. Anrich, Mülheim a.d. Ruhr 1971.
  • Ich und meine Stadt. Eine Biografie in Begegnungen und Kurzgeschichten. Selbstverlag, Ahlen 1975.
  • Kohlepreis. Schumm, Murrhardt [1980], Hörkassette.
  • Der Pütt hat mich ausgespuckt. Ein Ruhrkumpel erzählt aus seinem Leben. Asso, Oberhausen 1981, ISBN 3-921541-44-1 und als Hörkassette bei Schumm, Murrhardt [1986].
  • Der fremde Linksaußen. Die Geschichte eines Aussiedlerjungen. F. Schneider, München 1982, ISBN 3-505-04284-6.
  • mit Martha Berger: Drei Minuten täglich. Geschichten für jeden Tag. Pattloch, Aschaffenburg 1983, ISBN 3-557-91229-9.
  • mit Martha Berger: Heiteres und Besinnliches. Pattloch, Aschaffenburg 1984, ISBN 3-557-91273-6.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Gödden: Vollgestopft mit Erinnerungen. Herbert Bergers Versuche, sich Heimat zu erschreiben. In: Volker Zaib (Hrsg.), Fritz-Hüser-Gesellschaft (Hrsg.): Kultur als Fenster zu einem besseren Leben und Arbeiten (= Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen 9). Bielefeld 2003, S. 277–300.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Berger im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
  2. a b Herbert Berger auf wortorte.de, abgerufen am 11. Mai 2018
  3. a b Ludwig Janssen: Literaturatlas NRW. Hrsg. vom Literatur-Rat Nordrhein-Westfalen e.V., Volksblatt Verlag, Köln 1992, ISBN 3-923243-96-0, S. 57.
  4. Ob auch 1974 ist fraglich. Das steht im Westf. Lexikon der Autorinnen und Autoren, die als Quelle den Literaturatlas NRW 2012 nennt, dort ist 1974 aber nicht genannt.