Herdenesel

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Donkey 04.jpg

Als Herdenesel oder Herdenschutzesel bezeichnet man Hausesel, die gezielt Schaf- oder Ziegenherden beigestellt werden, um diese vor den Angriffen von großen Beutegreifern wie Eurasischer Luchs, Braunbär oder Wolf zu schützen. Die Esel übernehmen durch ihre Wachsamkeit und ihre Aggressivität vor allem gegenüber Hundeartigen eine ähnliche Funktion wie Herdenschutzhunde. Wie diese wurden Herdenesel vor allem im Rahmen des Managements von Bär, Wolf und Luchs wieder eingeführt.

Die Esel sind günstiger im Unterhalt als Hunde, da sie sich auf der Weide selbst ernähren können. Zu ihren Nachteilen gehört, dass sie nur verhältnismäßig kleine Herden an Schafen oder Ziegen überblicken können und dass sie verhältnismäßig hohe Ansprüche an das Klima haben. Sie sind nässe- und regenempfindlich. In den Alpen haben sie sich daher nicht bewährt.

In Deutschland sind zumindest in Wolfsgebieten bislang noch keine Erfahrungen mit Herdeneseln gemacht worden.[1] Während sie in Bayern und Baden-Württemberg schon länger als Schutz- und Packtiere in Schafherden eingesetzt werden, läuft seit Januar 2015 im niedersächsischen Kreis Diepholz ein erster privater Versuch, Esel als Schutztiere im Wolfsgebiet einzusetzen.[2]

Obgleich Esel Antiprädatorverhalten zeigen, gehören sie als Huftiere ebenso wie Pferde zum Beutespektrum der Wölfe und können unter Umständen selbst Wolfsangriffen zum Opfer fallen. [3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herdenschutz

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorbeugender Schutz von Nutztieren vor Wölfen. Informationsbroschüre des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V., abgerufen am 19. Februar 2015 (PDF).
  2. Stur, aber auch laut: Esel soll Wolf verjagen. NDR.de, 11. Januar 2015, abgerufen am 19. Februar 2015.
  3. A punto: Defender de los lobos con burros?