Hermle

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Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0006052830
Gründung 1938
Sitz Gosheim, Deutschland
Leitung
  • Franz-Xaver Bernhard, Vorstand
  • Günther Beck, Vorstand
  • Benedikt Hermle, Vorstand
Mitarbeiterzahl 1212 am 30. Juni 2018
Umsatz 402 Mio. in 2017
Branche Maschinenbau
Website www.hermle.de
Stand: 12. September 2018

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG ist ein deutsches, börsennotiertes Unternehmen mit Stammsitz in Gosheim auf dem Heuberg im Landkreis Tuttlingen und gehört zu den führenden Herstellern von Fräsmaschinen. Weltweit befinden sich über 20.000 Maschinen im Einsatz, hauptsächlich in Zulieferbetrieben der Medizintechnik, in der optischen Industrie, in der Luftfahrt, in der Automobilindustrie und im Motorsport.

Die wichtigsten Bauteile werden in Gosheim entwickelt und gefertigt. Die Universalfräsmaschinen und -bearbeitungszentren von Hermle dienen der Bearbeitung von Werkzeugen, Formen und Serienteilen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berthold Hermle gründete 1938 in Gosheim die Firma Berthold Hermle – Schraubenfabrik und Fassondreherei. 1957 begann die Produktion von Fräsmaschinen. Das Unternehmen wurde 1990 zur Maschinenfabrik Berthold Hermle AG umfirmiert und ging am 10. April 1990 an die Börse. Davor war die Firma vor allem unter dem Namen BHG (für Berthold Hermle Gosheim) bekannt.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen produziert kleine bis mittlere drei- bis fünfachsige Fräsbearbeitungszentren für einen breiten Anwendungsbereich. Auch Maschinen für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Präzision oder Zerspanvolumen werden hergestellt. Die verschiedenen Maschinenmodelle sind mit Magazinerweiterungen und Palettenwechsler erhältlich. Des Weiteren werden verschiedene Handlingsysteme direkt vom Hersteller angeboten. Außerdem bietet Hermle eine Kombination aus einem 5-Achsen Bearbeitungszentrum (Typ C-40) mit einer Metallpulverauftragseinheit (MPA-Technologie) zur additiven Fertigung an. Die Hermle MPA-Technologie ist ein thermisches Spritzverfahren, basierend auf dem Kaltgasspritzen. Anstatt wie beim Laserauftragschweißen mit Metallpulver – einem vergleichbaren additiven Fertigungsverfahren – die Metallpulverpartikel mit einem Laser zu verschmelzen, werden beim Metallpulverauftrag die Teilchen mit Hilfe eines Trägergases auf sehr hohe Geschwindigkeiten beschleunigt und durch eine Düse auf das jeweilige Substrat aufgebracht. Beim Aufprall der Pulverpartikel auf die Substratoberfläche werden die Teilchen sowie die Oberfläche stark plastisch verformt: "Dabei entsteht eine bindende Kontaktfläche zwischen dem Partikel und dem Substrat bzw. bereits zuvor aufgebrachten Pulverpartikeln.[1]

Börsennotiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgebäude der Hermle AG in Gosheim

Die Vorzugsaktien wurden am 10. April 1990 zum Ausgabepreis von 320 DM im Rahmen einer Kapitalerhöhung an der Börse platziert. Sie werden heute im geregelten Markt der Frankfurter und Stuttgarter Börse sowie im Freiverkehr an weiteren Börsen gehandelt. Die Stammaktien sind nicht börsennotiert.

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG gehört zu den profitabelsten deutschen Maschinenbauern. Das Unternehmen ist schuldenfrei und konnte seinen Aktionären auch während der Rezession 2002/2003 Dividenden ausschütten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.hermle.de/de/dienstleistungen/generativ_fertigen/technologie/getPrm/entry/schichtbildung/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 8′ 9,1″ N, 8° 45′ 47,3″ O