Hettingen (Buchen)

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Hettingen
Wappen von Hettingen
Koordinaten: 49° 31′ 9″ N, 9° 22′ 2″ O
Höhe: 381 m
Fläche: 14,79 km²
Einwohner: 2456 (30. Nov. 2003)
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 74722
Vorwahl: 06281
Blick über Hettingen von Kriegerhain aus.
Blick über Hettingen von Kriegerhain aus.

Hettingen ist eine ehemalige Gemeinde und heute ein Stadtteil von Buchen (Odenwald) im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlungen auf der Gemarkung Hettingens stammen aus dem 6./7. Jahrhundert v. Chr. Östlich von Hettingen verlief der Obergermanisch-Raetische Limes, von dem die Kleinkastelle „An der Altheimer Straße“ und Hönehaus (Rehberg) sowie drei Wachtürme zeugen.

Erstmals wurde Hettingen im Jahr 774 in einer Urkunde des Lorscher Codex erwähnt, die die Schenkung eines Ackers und eines Leibeigenen im Gau Wingarteiba auf Hettincheimer marca (Gemarkung Hettingen) an das Kloster Lorsch dokumentiert.[1] Zu diesem Zeitpunkt hatte das Kloster Amorbach die Grundherrschaft und weitere Rechte inne. Dorfherren waren das Adelsgeschlecht Dürn. Im Jahre 1303 gelangte Hettingen an das Kurfürstentum Mainz. Im Zuge der Säkularisation kam Hettingen 1803 an das Fürstentum Leiningen und 1806 an das Großherzogtum Baden.

Am 1. Oktober 1974 wurde die Stadt Buchen mit Götzingen, Hainstadt, Hettigenbeuren und Hettingen zur heutigen Stadt Buchen vereinigt.[2]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hettingen, das ursprünglich eine Filiale der Pfarrei Bödigheims war, wurde im Jahre 1352 zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben. Im Jahre 1774 wurde die Pfarrkirche erbaut und 1898 nochmals im neubarocken Stil erweitert.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Wappen befindet sich ein goldener Krummstab, welcher von zwei silbernen Lilien begleitet wird. An das Kloster Amorbach erinnern die silbernen Lilien, der Krummstab als Bischofsstab an Kurmainz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Hettingen verläuft als Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs der Limes-Wanderweg des Schwäbischen Albvereins. Von Miltenberg bis Osterburken wird dieser Weg als Östlicher Limesweg vom Odenwaldklub betreut.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hettingen (Buchen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2880, 11. Juni 774 oder 779. In: Heidelberger historische Bestände - digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 254, abgerufen am 1. April 2015.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 485.