Heydar Şeşo

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Heydar Şeşo

Heydar Şeşo (deutsch: Heydar Schescho) ist Begründer und Oberkommandeur der 3000 Mann starken Hêza Parastina Şingal (deutsch: Verteidigungskraft Sindschar), einer jesidischen Bürgerwehr gegen den Islamischen Staat im Irak.[1][2][3]

Şeşo ist deutscher Staatsbürger und wohnte bis Sommer 2014 in Bad Oeynhausen.[1] Er flog in den Nordirak, um den jesidischen Tempel Scherfedin zu beschützen.

Im April 2015 berichteten verschiedene Medien, dass Şeşo zusammen mit seinen Leibwächtern und weiteren Widerstandskämpfern von Sicherheitskräften der Demokratischen Partei Kurdistans (DPK) festgenommen worden sei. Grund sei die Verhaftung seines Schwiegervaters gewesen, die Şeşo nicht akzeptieren wollte.[2][3] Er wurde acht Tage später unter Auflagen (u. a. die Auflösung der HPS), wieder freigelassen. Er erklärte im Nachhinein, die Forderungen nicht erfüllen zu wollen und die HPS nicht auflösen zu werden.[4]

Heydar Şeşo ist der Neffe von Qasim Şeşo, dem Löwen von Sindschar.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Peter Mühlbauer: Tikrit: Massengräber mit 1.700 Leichen gefunden. Streit zwischen sunnitischen und jesidischen Kurden. Heise.de vom 7. April 2015. Abgerufen am 22. Juni 2015.
  2. a b Eilmeldung: HPŞ-Oberkommandeur Heydar Shesho verhaftet. ÊzîdîPress vom 5. April 2015. Abgerufen am 22. Juni 2015.
  3. a b c Kämpfer gegen ISIS. Deutscher Jesiden-Kommandeur verhaftet. Bild.de vom 6. April 2015.
  4. Interview mit Heydar Shesho: “Unsere Einheit und unsere Flagge sind unverhandelbar”.. ÊzîdîPress vom 14. April 2015. Abgerufen am 22. Juni 2015.