Hof Lalchow

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Hof Lalchow
Koordinaten: 53° 27′ 24″ N, 12° 12′ 22″ O
Höhe: 74 m ü. NHN
Fläche: 3,39 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 19395
Vorwahl: 038735
Hof Lalchow (Mecklenburg-Vorpommern)
Hof Lalchow

Lage von Hof Lalchow in Mecklenburg-Vorpommern

Hof Lalchow ist seit dem 1. Januar 1973 ein Ortsteil der Stadt Plau am See im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt westlich der Kernstadt Plau am See und südlich der Bundesstraße 191. Nördlich verläuft die Müritz-Elde-Wasserstraße und östlich die Bundesstraße 103. Die Größe der Gemarkung beträgt 338,8960 Hektar (1993).

Südöstlich liegt das Naturschutzgebiet Plauer Stadtwald, das von der B 103 durchschnitten wird. Im Naturschutzgebiet liegen mehrere kleine Seen: der Gaarzer See, der Burgsee, der Kuhlensee, der Ziegeleisee, der Lebersee und der Griepensee. Der Plauer See liegt noch etwas weiter östlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1271 erstmals erwähnte alte Dorf Lalchow – der Name deutet auf eine slawische Gründung hin – war bereits vor Mitte des 15. Jahrhunderts wüst gefallen. Im Jahr 1754 wurde auf der alten Dorffeldmark eine herzogliche Domäne errichtet. 1911 betrug die bewirtschaftete Fläche 255,3 Hektar.

Hof Lalchow war nach 1918 bis 1945 eine Staatsdomäne des Landes Mecklenburg. Außer dem Gutshaus bestanden zwei Tagelöhnerkaten für je vier Familien, dazu eine Schnitterkaserne. Nächster Neuverpachtungstermin wäre der Juni 1945 gewesen. Die letzten Domänenpächter, Familie Eberhardt, floh in den Westen. Aufgrund ihrer Größe von mehr als 100 Hektar[1] wurde die Domäne während der Bodenreform im Oktober 1945 neu vermessen und aufgesiedelt: Etwa 12 Neubauernhöfe bewirtschafteten nun die Flur. Die Schnitterkaserne wurde von Flüchtlingen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches bewohnt. Es entstanden in der Folge auch neue Eigenheime. 1971 hatte das Dorf 164 Einwohner, 2009 waren es nur noch 32.

1959 entstanden zunächst zwei Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG Typ I) „Pionier“ und „V. Parteitag“, die sich am 1. Januar 1963 zur „LPG Pionier“ vereinigten. Die bewirtschaftete Fläche betrug 226,33 Hektar. 1975 erfolgte der Beitritt zur KAP Plauerhagen. Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde die LPG endgültig abgewickelt.

In den vergangenen Jahren wurde der Ort zunehmend das Ziel erholungssuchender Auswärtiger.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heidemarie Ruchhöft: Chronik der Stadt Plau am See, Plau 2010, S. 111 (ohne ISBN)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gutshäuser.de gibt für 1927 262 ha und für 1930 244 ha an., abgerufen am 17. Juli 2016.