Hohe Möhr

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Hohe Möhr
Aussichtsturm Hohe Möhr

Aussichtsturm Hohe Möhr

Höhe 984 m ü. NHN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Schwarzwald
Koordinaten 47° 41′ 37″ N, 7° 52′ 30″ O47.6936111111117.875984Koordinaten: 47° 41′ 37″ N, 7° 52′ 30″ O
Hohe Möhr (Baden-Württemberg)
Hohe Möhr

Die Hohe Möhr ist ein 983,6 m ü. NHN[1] hoher Berg im Schwarzwald bei Schopfheim in Baden-Württemberg.

Auf der Hohen Möhr befindet sich der ca. 30 Meter hohe Hohe-Möhr-Turm, ein vom Schwarzwaldverein 1924 erbauter Aussichtsturm. Zudem betreibt der SWR bei 47° 41′ 35″ N, 7° 52′ 26″ O47.6930555555567.8738888888889 eine Sendeanlage für UKW, die als Antennenträger einen 77 Meter hohen, freistehenden Stahlfachwerkturm verwendet.

Die Aussichtsplattform liegt auf einer Höhe von ca. 25 m über dem Boden. Somit hat man von über 1000 m bei schönem Wetter einen herrlichen Blick auf die Schweizer Alpenkette, den Jura und die Vogesen. Blicke reichen ins Wiesental, Rheintal und Wehratal, Hotzenwald und natürlich auf die Schwarzwaldberge.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Hohe-Möhr-Turm wurde 1894 vom Schwarzwaldverein (Ortsgruppe Schopfheim) erbaut. Die Gesamtbaukosten beliefen sich damals auf 7.825 Goldmark. Der Turm hat im unteren Teil 54 Stein- und im hölzernen Teil 87 Holzstufen.

Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgt 1921 eine dringliche Instandsetzung des Turms. Kurz darauf, am Morgen des 22. Juni 1922, brennt der Turm nach einem Blitzschlag ab. 1923 wird der Turm mit Hilfe der umliegenden Gemeinden und vielen privaten Spendern wiederaufgebaut und am 11. Mai 1924 wieder eingeweiht.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg folgen einige Reparaturen: Im Jahr 1950 wird der Mantel aus 25.000 Schindeln erneuert. Zur Stabilisierung des Turms wurden 1953 zehn eiserne Bänder umgelegt. Das Gewicht der Ringe betrug 1.650 kg. 1963 wurde am Holzwerk ein Außenschutzanstrich aufgebracht. 1972 wurde das Turmdach völlig erneuert.

In den Jahren 1982 und 1983 erfolgt die größte Sanierung seit Bestehen des Turms. Die Stabilität des Turms stellte eine große Herausforderung für die Ortsgruppe Schopfheim des Schwarzwaldvereins dar. Pünktlich zum 1. Mai 1983, dem 100-jährigen Bestehen der Ortsgruppe, waren die Arbeiten abgeschlossen und der Turm konnte wiedereröffnet werden.

Das hundertjährige Bestehen des Turms wurde 1994 gefeiert.

Eine weitere notwendig gewordene Renovierung erfolgte 2004.

Abgestrahlte Programme[Bearbeiten]

Sendername Frequenz ERP
SWR 1 BW 87,6 MHz 100 W
SWR 3 96,8 MHz 100 W
SWR 4 LO 100,2 MHz 100 W
Freies Radio Wiesental 104,5 MHz 500 W

Erreichbarkeit[Bearbeiten]

Am besten von der Schweigmatt über den Südhang der Hohen Möhr. Parkplätze sind beim Schwimmbad Schweigmatt vorhanden. Von dort sind es ca. 2,5 km und 240 Höhenmeter bis zum Turm über den Fahrweg zur Hohen Möhr. Auch geeignet für Kinderwagen oder Mountainbiker. Es gibt auch schmalere Wanderwege von der Schweigmatt aus. Natürlich kann man auch von Raitbach von Festhallenparkplatz auf der Scheuermatt (am Ortsende von Raitbach) laufen. Von dort sind es ca. 5 km und 420 Höhenmeter. An beiden Parkplätzen informiert eine Wandertafel über mögliche Wege und Anschlußwanderungen. Wer mit dem Zug kommt kann am Bahnhof Hausen-Raitbach aussteigen und über Raitbach oder die Raitbacher Höhe und Hebelhöhe zum Turm gelangen. Streckenlänge in kürzester Version ca. 7,5 km und ca. 580 Höhenmeter. Ein Wandertafel am Fußweg nach Raitbach informiert auch hier über Wege.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Ernst Müller, Albert Rieger: Die Geschichte des Hohe-Möhr-Turms, In: 100 Jahre Turm auf der Hohen Möhr, Festschrift des Schwarzwaldvereins Schopfheim, 1993, S. 11-22

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohe Möhr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)