Hohe Warte (Elgersburg)

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Hohe Warte
Carl-Eduard-Turm auf der Hohen Warte

Carl-Eduard-Turm auf der Hohen Warte

Höhe 765 m ü. NN
Lage Thüringen, Deutschland
Gebirge Thüringer Wald
Koordinaten 50° 41′ 45″ N, 10° 49′ 52″ O50.69583333333310.831111111111765Koordinaten: 50° 41′ 45″ N, 10° 49′ 52″ O
Hohe Warte (Elgersburg) (Thüringen)
Hohe Warte (Elgersburg)

Die Hohe Warte ist ein Berggipfel im Thüringer Ilm-Kreis. Er stellt einen Nebengipfel des 799 Meter hohen Rumpelsberges, eines von den Tälern der Zahmen Gera und Ilm eingerahmten Bergmassivs, dar. Er überragt mit einer Höhe von 765 m ü. NN die südöstlich unter ihm liegende Ortschaft Elgersburg, auf deren Gemarkung er steht, um ca. 200 Meter.

Der Berg ist über eine größtenteils asphaltierte Straße (L2645) von Elgersburg aus mit dem Auto zu erreichen oder zu Fuß von Manebach, Elgersburg, Geraberg oder vom Mönchhof.

Aussichtsturm [Bearbeiten]

Auf dem Gipfel steht die am 27. August 1911 eingeweihte Carl-Eduard-Warte (Lage50.6960310.83111), die von der Carl-Eduard-Stiftung errichtet wurde, nachdem zwei Vorläufertürme nicht den herrschenden Wetterbedingungen gemäß gebaut worden waren und abgerissen werden mussten.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Der erste Turm konnte vom Elgersburger Badearzt Sanitätsrat Hermann Piutti (1812-1865) aus Mitteln der Verschönerungskasse der Badeanstalt im Jahre 1858 errichtet werden. Er fiel am 1. November 1859 einem heftigen Sturm zum Opfer. Der zweite, festere Turm wurde 1860 gebaut, er musste jedoch wegen Baufälligkeit bereits nach sechs Jahren abgerissen werden. 1899 wurde in Elgersburg durch den Badearzt und Kurhausbesitzer Dr. Barwinski der Verein "Elgersburger Ritterschaft" gegründet, der den Vereinszweck hatte, die Geselligkeit zu pflegen und einen massiven Turm auf dem Hohewartekopf zu errichten. Nach der Annahme eines Entwurfs von 1909 fand die Grundsteinlegung am 18. September 1910 statt, nachdem durch Spenden 30 Tsd. Mark zusammengekommen waren. Die Bauarbeiten übernahm die Firma Kögler aus Ilmenau, der Porphyrsteinbruch in der Nähe lieferte das meiste Baumaterial. Zu Winterbeginn mussten die Arbeiten bei einer Turmhöhe von sieben Metern unterbrochen werden. Im darauf folgenden Frühjahr setzte man die Arbeiten fort. Gleichzeitig wurde das nebenan stehende Wirtschaftsgebäude errichtet. Am 27. August 1911 fand die Einweihungsfeier statt, das Wirtschaftsgebäude stand im Rohbau. Anwesend waren der 27-jährige Herzog Carl-Eduard, seine 26-jährige Frau, Herzogin Victoria Adelheid, Staatsminister Ernst von Richter, Landtagspräsident Otto Liebetrau, der Apotheker Kleeberg (Burggraf Elger XXX. der Elgersburg), das Patenkind der Elgersburger Ritterschaft, Hiltrud Kleeberg, und zahlreiche Festgäste. Entgegen einem Kostenvoranschlag von 26 Tsd. Mark beliefen sich die Gesamtkosten nunmehr auf 64 Tsd. Mark, was die Ritterschaft in arge Bedrängnis brachte. Es wurde Notgeld herausgebracht, aus dessen Reingewinn man die meisten Schulden zurückzahlen konnte. Der erste Wirt war der Besitzer des Hotels "Herzog Ernst" aus Elgersburg, Paul Merker.

Vom 33 Meter hohen Aussichtsturm hat man bei klarem Wetter eine gute Aussicht zum Schneekopf mit Gehlberg, zum Inselsberg, nach Oberhof, nach Gotha und Erfurt, zum Ettersberg bei Weimar, nach Ilmenau, sowie auf die umliegenden Orte Geschwenda, Geraberg, Elgersburg mit den Autobahnbrücken „Zahme Gera“ und „Reichenbachtal“.

Außerdem befindet sich auf dem Gipfel eine Ausflugsgaststätte mit Biergarten, in der auch die Eintrittskarten für die Turmbesteigung verkauft werden.

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Siehe auch[Bearbeiten]