Hohenkrähen

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Dieser Artikel behandelt den Berg Hohenkrähen; für die dort gelegene Ruine und deren Geschichte siehe Burg Hohenkrähen, für das Naturschutzgebiet siehe Hohenkrähen (Naturschutzgebiet).
Hohenkrähen
Der Hohenkrähen im Sommer 2004

Der Hohenkrähen im Sommer 2004

Höhe 644 m ü. NN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Hegau
Koordinaten 47° 47′ 56″ N, 8° 49′ 14″ OKoordinaten: 47° 47′ 56″ N, 8° 49′ 14″ O
Hohenkrähen (Baden-Württemberg)
Hohenkrähen
Typ Quellkuppe
Gestein Phonolith
Der Hohenkrähen aus Süd-Ost (2006)

Der Hohenkrähen aus Süd-Ost (2006)

Der Hohenkrähen um 1900

Der Hohenkrähen um 1900bdep2

Ansichtskarte von 1897

Ansichtskarte von 1897bdep3

Der Hohenkrähen („Krayen“) ist ein Berg vulkanischen Ursprungs nördlich von Singen im Hegau, gelegen im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, Deutschland.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg liegt zwischen den Dörfern Duchtlingen, Schlatt unter Krähen und Mühlhausen auf der Gemarkung Duchtlingen.

Höhe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gipfel des Hohenkrähen befindet sich auf einer Höhe von 644 m ü. NN und ragt als circa 200 Meter hoher Phonolith-Kegel, auf dem sich die Burgruine Hohenkrähen befindet, aus der Umgebung heraus. Der Berg bietet eine gute Aussicht auf den Hohentwiel, den Mägdeberg und das westliche Bodenseegebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Einzelfunde lässt sich für den Hohenkrähen eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit belegen. Römer und Alemannen nutzten den Berg als Kultstätte.

Zwischen 1180 und 1190 wird die Errichtung der Burg Hohenkrähen datiert – sie wurde von den Herren von Friedingen errichtet, die ab 1191 auch mit „de Craien“ bezeichnet wurden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg vom Festungskommandanten des Hohentwiel Konrad Widerholt niedergebrannt. Seit diesem Zeitpunkt ist die Burg Hohenkrähen eine Ruine und wird nicht mehr genutzt.

Nach vielen Besitzerwechseln pachtete die Pfadfinderschaft Grauer Reiter die Ruine ab 1956 von Graf Douglas Freiherr von Reischach. Die Burg Hohenkrähen wird seither als „Jugendburg“ genutzt.

Botanisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An botanischen Raritäten beherbergt der Phonolithkegel unter anderem folgende Pflanzen: Graues Fingerkraut, Bleicher Schöterich (Erysimum crepidifolium), Berg-Steinkraut, Festknolliger Lerchensporn, Finger-Zahnwurz (Dentaria pentaphyllos), Gelber Salbei (Salvia glutinosa) und Berg-Lauch (Allium senescens). Der Berg war komplett und ist heute noch teilweise mit Lindenwald bedeckt.

Seit 1983 ist der Berg als NaturschutzgebietHohenkähen“ ausgewiesen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenkrähen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien