Hopserlauf

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Hopserlauf als sportliche Übung.

Der Hopserlauf ist eine bipede Gangart. Hauptsächlich Kinder zwischen Kindergarten- und Grundschulalter zeigen dieses Laufbild, welches vom Gehen, Laufen und symmetrischen Hüpfen unterschieden ist. Das Kind springt dabei abwechselnd mit dem rechten oder linken Fuß ab, begleitend wird das andere Bein als Schwungbein angewinkelt nach oben gezogen. Dann landet es zunächst wieder auf diesem Fuß und etwas verzögert mit dem anderen Fuß, in diesem Zwischenschritt wird das Sprungbein gewechselt. Der Hopserlauf hat im Unterschied zum Gehen eine Phase ohne Bodenkontakt, länger sogar als beim Laufen, und im Unterschied zum Laufen eine Phase, wo beide Füße den Boden berühren.

Für den erwachsenden Menschen ist der Hopserlauf eine langsamere beziehungsweise weniger effiziente Fortbewegung als das Laufen, jedoch für leichtere Kinder und Menschen in Umgebungen niedriger Gravitation verschiebt sich das metabolische Profil. Die Astronauten Ed Mitchell und Gene Cernan der Apollo-Missionen haben von mehreren Möglichkeiten der zweibeinigen Fortbewegung auf der Mondoberfläche eine Zwischenform des Hopserlaufes und des Hüpfens bevorzugt.[1] Hopserlauf findet sich ebenfalls bei einigen Vögeln, Lemuren und Springmäusen.

Bodenberührung beim Gehen, beim Hopserlauf und beim Laufen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. E. Minetti: The biomechanics of skipping gaits: a third locomotion paradigm? In: Proceedings. Biological sciences / The Royal Society. Band 265, Nummer 1402, Juli 1998, S. 1227–1235, doi:10.1098/rspb.1998.0424, PMID 9699315, PMC 1689187 (freier Volltext).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eric M. Jones (editor): Lunar Gaits. In: Apollo 11 Journal. [1]. November 2010.