Horst (Sundhagen)

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Koordinaten: 54° 8′ 0″ N, 13° 13′ 0″ O

Horst
Gemeinde Sundhagen
Höhe: 7 m ü. NN
Fläche: 29,66 km²
Einwohner: 292 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner/km²
Eingemeindung: 7. Juni 2009
Postleitzahl: 18519
Vorwahl: 038333
Horst (Mecklenburg-Vorpommern)
Horst

Lage von Horst in Mecklenburg-Vorpommern

Horst ist ein Ortsteil der Gemeinde Sundhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Horst zwischen 1880 und 1920

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst liegt 12 Kilometer östlich der Stadt Grimmen, 21 Kilometer südöstlich von Stralsund und 11,5 Kilometer nordwestlich von Greifswald. Westlich der ehemaligen Gemeinde verläuft die Bundesstraße 96 und östlich die Bundesstraße 105, die ehemalige B 96.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Horst wurde am 12. März 1323 erstmals urkundlich erwähnt, die Gegend war aber schon wesentlich früher besiedelt. In der Urkunde verkauft die Familie von Gristow den Brüdern von Papenhagen (Bürger von Stralsund) 12 Hufen in Wüst-Eldena, Segebadenhau (Seghebodenhowe), Horst und Bremerhagen (Bremerhaghen).[1]

Im Mittelalter befand sich auf dem Gemeindegebiet die Burg Ekberg. Sie diente als landesherrliche Befestigung der Fürsten von Rügen, die damals hier herrschten. Seit dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) bis 1815 gehörte die Gemeinde zu Schweden, danach wurde die Gegend preußisch.

1871 weist die staatliche Statistik folgende Informationen auf: Horst hatte 60 Wohnhäuser mit 120 Haushaltungen und 476 Einwohner, 1867 waren es noch 510.[2]

Seit 1896 war Horst durch die Bahnstrecke Greifswald–Grimmen–Tribsees gut an das Verkehrsnetz angebunden.

Horst war bis 1952 Teil des Landkreises Grimmen und gehörte danach bis 1994 zum Kreis Grimmen im Bezirk Rostock. Seit 1990 gehört Horst zum Land Mecklenburg-Vorpommern.

Die Gemeinde Horst schloss sich am 7. Juni 2009 mit den Gemeinden Behnkendorf, Brandshagen, Kirchdorf, Miltzow, Reinberg und Wilmshagen zur neuen Gemeinde Sundhagen zusammen.[3] Sie bestand aus den Ortsteilen Horst, Jager, Gerdeswalde, Segebadenhau (eingemeindet am 1. Juli 1950) und Wendorf.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Horst
  • Gotische Kirche Horst aus dem 14. Jahrhundert
  • Jagersche Kapelle aus dem Jahr 1800

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Sundhagen

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Königl. Statistisches Büro, „Gemeinden und Gutsbezirke und ihre Bevölkerung“, III. Provinz Pommern, Volkszählung vom 1. Dez. 1871, Berlin 1874.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pommersches Urkundenbuch (PUB), Band 6.1, Nr. 3673, S. 160
  2. Königl. Statistisches Büro, „Gemeinden und Gutsbezirke und ihre Bevölkerung“, III. Provinz Pommern, Volkszählung vom 1. Dez. 1871, Berlin 1874
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste