Sundhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Sundhagen führt kein Wappen
Sundhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sundhagen hervorgehoben
54.19111111111113.18611111111127Koordinaten: 54° 11′ N, 13° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Miltzow
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 159,33 km²
Einwohner: 5128 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18519
Vorwahlen: 038328, 038333, 038351
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 090
Gemeindegliederung: 35 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofsallee 8a
18519 Miltzow
Webpräsenz: www.amt-miltzow.de
Lage der Gemeinde Sundhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen
Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Altenpleen Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Klausdorf (bei Stralsund) Kramerhof Preetz (bei Stralsund) Prohn Saal (Vorpommern) Barth Divitz-Spoldershagen Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Karnin (bei Barth) Kenz-Küstrow Löbnitz (Vorpommern) Lüdershagen Pruchten Saal (Vorpommern) Trinwillershagen Bergen auf Rügen Buschvitz Garz/Rügen Gustow Lietzow Parchtitz Patzig Poseritz Ralswiek Rappin Sehlen Ahrenshoop Born a. Darß Dierhagen Prerow Wieck a. Darß Wustrow (Fischland) Franzburg Glewitz Gremersdorf-Buchholz Millienhagen-Oebelitz Papenhagen Richtenberg Splietsdorf Velgast Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) Wendisch Baggendorf Elmenhorst (Vorpommern) Sundhagen Wittenhagen Baabe Gager Göhren (Rügen) Lancken-Granitz Middelhagen Sellin Thiessow Zirkow Groß Kordshagen Jakobsdorf Kummerow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Neu Bartelshagen Niepars Pantelitz Steinhagen (Vorpommern) Wendorf Zarrendorf Altenkirchen (Rügen) Breege Dranske Glowe Lohme Putgarten Sagard Wiek (Rügen) Bad Sülze Dettmannsdorf Deyelsdorf Drechow Eixen Grammendorf Gransebieth Hugoldsdorf Lindholz Tribsees Ahrenshagen-Daskow Schlemmin Ribnitz-Damgarten Semlow Altefähr Dreschvitz Dreschvitz Gingst Hiddensee Kluis Neuenkirchen (Rügen) Neuenkirchen (Rügen) Rambin Samtens Schaprode Schaprode Trent (Rügen) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Binz Grimmen Marlow Putbus Putbus Sassnitz Stralsund Stralsund Süderholz Zingst Zingst ZingstKarte
Über dieses Bild

Sundhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen. Sie ist Teil des Amtes Miltzow. Der Name ist ein Kunstwort ohne geschichtlichen Bezug und wurde 2009 beim Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden gewählt. Er leitet sich vom Strelasund ab, an dessen südöstlichem Ende sie sich befindet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt südöstlich an die Hansestadt Stralsund und liegt im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns am Strelasund, einem Meeresarm der Ostsee zwischen dem Festland und der Insel Rügen. Sundhagen grenzt weiterhin im Osten an das Amt Landhagen (Kreis Vorpommern-Greifswald) und in südlicher bzw. südwestlicher Richtung an die Stadt Grimmen und die Gemeinde Süderholz. Die maximalen Geländehöhen im Gemeindegebiet erreichen 32 Meter über dem Meeresspiegel. Größere Waldgebiete existieren westlich von Wilmshagen und Bremerhagen und südwestlich von Kirchdorf und Horst.

Es gibt mehrere Kiesvorkommen, die teilweise im Tagebau abgebaut wurden bzw. werden. Im Gemeindegebiet wurde bis 1989 Erdöl gefördert.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Dorfkirche im Sundhagener Ortsteil Reinkenhagen

Sundhagen besteht aus den Ortsteilen:

Sundhagen wurde am 7. Juni 2009 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Behnkendorf, Brandshagen, Horst, Kirchdorf, Miltzow, Reinberg und Wilmshagen gebildet.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet fanden sich Spuren aus der Frühzeit um 7500 v. Chr. sowie 4000 bis 1800 v. Chr. Das Gebiet war zunächst von Herulern, später von Rugiern besiedelt und danach von slawische Stämmen wie u.a. die Wilzen. Im 12. Jahrhundert gelangt das Gebiet an das Fürstentum Rügen und verbleibt dort bis 1325 und fiel dann an Pommern-Wolgast. Nach den Rügischen Erbfolgekriegen (1326 bis 1354) verblieb das Gebiet beim Herzogtum Pommern-Wolgast. Nach dem Westfälischen Frieden übernahm 1648 das Königreich Schweden mit Schwedisch-Pommern das Gebiet, welches 1719/20 zeitweise und endgültig 1815 als Neuvorpommern im Landkreis Grimmen zu Preußen kam, wo es bis 1945 verblieb. Nach 1945 war das Gebiet bis 1952 im Landkreis Grimmen im Land Mecklenburg, bis 1990 im Kreis Grimmen im Bezirk Rostock, bis 2011 im Landkreis Nordvorpommern und danach im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Behnkendorf wurde 1304 erstmals erwähnt. Siehe sonst bei Behnkendorf#Geschichte.

Brandshagen (Boranteshagen) wurde erstmals 1249 urkundlich erwähnt. Siehe sonst bei Brandshagen#Geschichte.

Bremerhagen wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt.

Horst wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt. Siehe sonst bei Geschichte von Horst.

Kirchdorf wurde 1314 erstmals urkundlich erwähnt. Siehe sonst bei Geschichte von Kirchdorf.

Miltzow: Siehe bei Miltzow#Geschichte .

Reinbergs Kirchenbau begann 1220. Siehe sonst bei Geschichte von von Reinberg.

Reinkenhagen wurde 1194 erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert entstand die Dorfkirche. Siehe sonst bei Reinkenhagen#Geschichte.

Wilmshagen: Siehe bei Geschichte von Wilmshagen.

Religion[Bearbeiten]

20 % der Bevölkerung sind evangelisch, 3 % katholisch.[3]

Auf evangelischer Seite bestehen folgende Kirchengemeinden:

  • Brandshagen (St. Marien) mit Ahrendsee, Behnkendorf, Berghof, Brandshagen, Groß-Behnkenhagen, Groß Miltzow, Klein-Behnkenhagen, Middelhagen, Neuhof, Niederhof, Schönhof und Wüstenfelde,
  • Horst mit Bremerhagen, Gerdeswalde, Jager (Kapelle), Segebadenhau und Wendorf,
  • Reinberg mit Dömitzow, Falkenhagen, Hankenhagen, Jeeser, Kirchdorf (Kirche), Oberhinrichshagen, Stahlbrode (Kapelle) und Tremt,
  • Reinkenhagen mit Altenhagen, Engelswacht, Hildebrandshagen, Klein Miltzow, Mannhagen, Miltzow und Wilmshagen.

Sie alle gehören zum Propstei Stralsund im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Auf katholischer Seite gehören

  • Ahrendsee, Altenhagen, Behnkendorf, Bremerhagen, Gerdeswalde, Groß-Behnkenhagen, Hildebrandshagen, Horst, Klein-Behnkenhagen, Reinkenhagen, Segebadenhau, Wendorf und Wilmshagen zur Pfarrei Maria Rosenkranzkönigin in Demmin, deren nächste Filialkirche St. Jakobus in Grimmen ist,
  • Brandshagen, Dömitzow, Engelswacht, Falkenhagen, Hankenhagen, Jager, Jeeser, Kirchdorf, Mannhagen, Middelhagen, Miltzow, Neuhof, Niederhof, Oberhinrichshagen, Reinberg, Schönhof, Stahlbrode, Tremt und Wüstenfelde zur Pfarrei St. Joseph in Greifswald, die monatlich Gottesdienste in der evangelischen Marienkirche in Brandshagen anbietet.

Beide Pfarreien gehören zum Dekanat Vorpommern im Erzbistum Berlin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke und Bodendenkmale[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Sundhagen

  • Kirche in Brandshagen von 1249 aus der Backsteingotik
  • Kirche in Horst mit gotischen Chor von um 1300
  • Kirche in Kirchdorf mit spätgotischen Chor
  • Kirche in Reinberg mit gotischen Feldstein-Chor vom 13. Jahrhundert
  • Kirche in Reinkenhagen mit gotischen Backstein-Chor von um 1300
  • Gutshäuser in Behnkendorf (Hotel), Bremerhagen, Falkenhagen, Hildebrandshagen, Jager, Kirchdorf, Middelhagen und Niederhof; teilweise mit Gutspark
  • Heimatmuseum und Erdölmuseum in Groß Behnkenhagen, Reinkenhagen
  • Viele Katen in Neuhof, Jager und Niederhof
  • Marina in Neuhof
  • Der jüdische Friedhof bei Niederhof
  • Turmhügel Gerdeswalde
  • Stahlbrode mit der Fähre nach Rügen hat 2013 mit der Hafensanierung und dem Bau eines Wasserwanderrastplatzes begonnen und will damit den Tourismus für die Region erweitern.
  • Turmhügel Jager
  • Turmhügel Jeeser
  • Turmhügel Segebadenhau
  • Burgwall „Die Burg“ bei Kirchdorf, im 13. Jahrhundert als Gardist Burg der Nachkommen der Rügenfürsten

Naturerlebnis[Bearbeiten]

  • Im Naturschutzgebiet Kormorankolonie bei Niederhof befindet sich eine der größten Kormorankolonien in Deutschland mit ca. 2.000 Brutpaaren.
  • In Bremerhagen, im Landeswald ist ab den 1960er Jahren ein Naturlehrpfad entstanden, der sehr viele interessante Exponate zeigt. Am Ende steht eine Jagdhütte, die durch die Gemeinde Sundhagen verwaltet wird. In den 1970er Jahren wurde sie mehrmals durch das Ostseestudio Rostock für Fernsehaufnahmen zu „Waidmannsheil“ genutzt.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde führen die Bundesstraße 96 von Stralsund nach Berlin, die Bundesstraße 105 von Stralsund nach Greifswald und die Landesstraße 30 von Grimmen zur Fähranbindung auf die Insel Rügen, sowie die Bahnstrecke Angermünde–Stralsund. Letztere besitzt in der Gemeinde Haltepunkte oder Bahnhöfe in Wüstenfelde, Miltzow und Jeeser. Zudem verbindet eine Autofähre den Ortsteil Stahlbrode mit der Insel Rügen. Die Ortsteile der Gemeinde sind an den Öffentlichen Nahverkehr (Bus) angebunden.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Albert Georg Schwartz (1687–1755), Theologe, Historiker und Philosoph, wurde im Ortsteil Horst geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  3. Zensusdatenbank

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sundhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien