Horst Bohne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Qsicon Fokus2.svg Dieser Artikel wurde am 14. Juni 2018 auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und beteilige dich bitte an der Diskussion!
Folgendes muss noch verbessert werden: Aufs Wesentliche reduzieren und leserfreundlicher formulieren. --Tuschmuschel (Diskussion) 19:19, 14. Jun. 2018 (CEST)

Horst Karl Ernst Bohne (* 21. Dezember 1929 in Hannover) ist ein deutscher Reisebüro-Kaufmann und Heimatschriftsteller.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Bohne wurde zur Zeit der Weimarer Republik in Linden geboren,[2] der bis zu ihrer Vereinigung mit der Stadt Hannover im Jahr 1920 selbständigen Industriestadt[3] in der seinerzeit preußischen Provinz Hannover.[4]

31 Jahre lang lebte Bohne dann im Stadtteil Linden-Nord, durchlebte dort die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg, bevor er sich in den Stadtteilen Linden und Hannover-List zum Reiseverkehrskaufmann ausbilden ließ. In den 1960er Jahren zog er aus beruflichen Gründen in den Stadtteil List.[5]

Nebenberuflich arbeitete Horst Bohne als Fachlehrer an verschiedenen Berufsbildenden Schule für Reiseverkehr in Hannover. Daneben leitete er als Vorsitzender den Prüfungsausschuss für Reiseverkehr der Industrie- und Handelskammer Hannover. 1993 trat er in den Ruhestand.[1]

Nach großer Resonanz auf eine erste Broschüre über seine eigenen Jugendjahre[5] - in den Jahren 2005 und 2006 veröffentlichte Bohne seine Reihe Lindener Erinnerungen in drei Schriften[1] - „[...] folgten weitere Schriften und Berichte über die geschichtliche Entwicklung Lindens mit seinen Firmen und Einrichtungen. Horst Bohne gilt heute als wichtiger Zeitzeuge zur Geschichte Lindens und Limmers,“ der, nach dem Aufbau eines eigenen Archivs,[5] auf öffentlichen Vorträgen auch zur Leineschifffahrt und zur Calenberger Neustadt referiert.[6]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in deutscher Sprache:

  • Das letzte Aufgebot, in: „Mein Kriegsende“. Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich, Hrsg.: Norddeutscher Rundfunk, Landesfunkhaus Niedersachsen, Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2005, ISBN 3-89993-711-2, S. 63–65
  • Lindener Erinnerungen, in der Quartier-Reihe „Zeitzeugen berichten“, Hannover-Linden: Quartier e.V., ISSN 1860-837X,:
    • Heft 1: Lindener Erinnerungen. 1929 - 1945, 2005
    • Heft 2: Schulzeit in Linden, 1936 - 1949. Kriegsende und Neuanfang, 2005;
    • Heft 3: Erste Nachkriegszeit und die fünfziger Jahre. Ein Butjer aus Linden wird erwachsen, 2006.
  • Meine Erinnerungen an die Kinderlandverschickung. 1941 - 1944 (= Quartier-Reihe „Zeitzeugen berichten“, Heft 4), Hannover-Linden: Quartier e.V., 2006
  • Das KLV-Lager „Deutsche Jugendherberge“ in Neuhaus am Solling. In: Hans-Jürgen Feuerhake (Hrsg.): Die erweiterte Kinderlandverschickung in Hannover 1940 - 1945. Erinnerungen - Tagebücher - Dokumente (= Dokumente und Berichte zur erweiterten Kinderlandverschickung 1940 - 1945, Bd. 7), Bochum; Freiburg im Breisgau: Projektverlag, 2006, ISBN 978-3-89733-139-6 und ISBN 3-89733-139-X, S. 227–242
  • Die Kriegsjahre von Karl-Heinz Bohne. Ein Lindener Junge wird Soldat und überlebt den Zweiten Weltkrieg. Feldpostbriefe als Verbindung zwischen Front und Heimat(= Quartier-Reihe „Zeitzeugen berichten“, Heft 5), Hrsg.: Quartier e.V., Hannover-Linden: Quartier e.V., 2008
  • Die Kinderlandverschickung „KLV“ in St. Andreasberg im Zweiten Weltkrieg. In: Wolfgang Lampe (Red.): Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 2008. Clausthal-Zellerfeld: Piepersche Druckerei und Verlag, 2007, S. 91–95
  • Horst Bohne: Meine Jugendjahre in Hannover-Linden: In: Wolfgang Leonhardt: Hannoversche Geschichten. Berichte aus verschiedenen Stadtteilen, hrsg. vom Arbeitskreis Stadtteilgeschichte List, Norderstedt: Books on Demand, 2009, ISBN 978-3-8391-5437-3, S. 133–142
  • Zwei harte Jahre in der Leibnizschule 1947–1949, in: Mitteilungen, hrsg. vom Verband Ehemaliger Leibnizer, 138. Heft, Hannover: 2012, S. 4620–4629

in tschechischer Sprache:

  • Chata Valdek v Čechách. Můj první pobyt v táboře od května do září 1941, Podbrdsko, svazek XI - 2004, SOA v Praze - Státní okresní archiv v Příbrami a Hornické muzeum Příbram, ISBN ISBN 80-902821-8-0 (Hornické muzeum Příbram), ISBN 80-86772-07-1 (SOA Praha), ISSN 1211-5169

Medienecho (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Shaun Hermel: Interview vom 18. Juni 2010, Zeitzeugen-Projekt der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, 2 DVDs, Hannover 2010
  • Hans-Jürgen Hermel, Shaun Hermel (Interviewer): Stunde Null (Zeitzeugen sprechen über die Befreiung vom Faschismus), in: Lindener Filmgeschichten, Autorenfilme (CD) zur 900-Jahr-Feier der Stadt Linden, Medienwerkstatt Linden, 2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c o.V.: Bohne, Horst Karl Ernst in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Version vom 2. August 2008, zuletzt abgerufen am 14. Juni 2018
  2. N.N.: Filmsequenz: Horst Bohne über seine Sammlung, Videoclip des Vereins MedienWerkstatt Linden e.V. (Vorsitzender: Bernd Wolter) auf der Seite linden-limmer-archive.de
  3. Waldemar R. Röhrbein: Linden, in: Stadtlexikon Hannover, S. 406ff.
  4. Klaus Mlynek: Hauptstadt(funktion), in: Stadtlexikon Hannover, S. 274
  5. a b c Jörg Djuren (Verantw.): Archiv Horst Bohne auf der Seite linden-limmer-archive.de in der Version vom 12. Februar 2016
  6. Mario Moers: Als die Ihme noch Transportweg war / Stadtteilforscher Horst Bohne erzählt in der Buchhandlung Decius vom alten Ihmehafen, von Schiffen, die mit der Hand gezogen wurden, und von einem Jachthafen, der nie gebaut wurde, mit 6 historischen Illustrationen, in: Stadtanzeiger Nord, Beilage zur Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und Neuen Presse vom 11. Februar 2016, S. 4