Human Centric Lighting

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Human Centric Lighting (HCL) ist ein Beleuchtungskonzept für Innenräume, bei dem neben der Helligkeit auch die emotionale und die nicht-visuelle Wirkung des Lichts berücksichtigt werden. Meist wird unter HCL die Anpassung der Beleuchtung entsprechend dem natürlichen Verlauf des Tageslichts verstanden. Wesentlich ist hierbei neben der Beleuchtungsstärke vor allem die sich verändernde Farbtemperatur des Lichtes. Beim HCL soll sich das Farbspektrum des Lichtes wie beim natürlichen Licht über den Tag hinweg von hohen Blauanteilen in den Morgenstunden bis zum gänzlichen Fehlen von Blauanteilen in den Abendstunden wandeln. Das sich verändernde Licht wirkt so über melanopsinhaltige fotosensitiven Ganglienzellen im Auge unmittelbar auf die Synchronisation der biologischen Uhr und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin aus der Zirbeldrüse.[1]

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders relevant sind an der Physiologie des Menschen ausgerichteten Beleuchtungskonzepte bei häufigem längerem Aufenthalt in Räumen mit wenig oder ganz ohne Tageslicht und für Schichtarbeiter. Die DIN SPEC 67600 gibt hierzu Planungsempfehlungen für Arbeits- und Nichtarbeitsstätten als Ergänzung zu anderen planungsrelevanten Normen wie der DIN EN 12464-1 oder der ASR A3.4. Zielgrößen sind die Stabilisierung der inneren Uhr sowie die Förderung von Konzentration, Regeneration, Stimmung und Leistungsbereitschaft. Für die Umsetzung tageslichtähnlicher Beleuchtungskonzepte werden Lichtmanagementsysteme eingesetzt, welche den bedarfsgerechten Farbtemperaturverlauf und die Beleuchtungsstärken entsprechend der jeweiligen Vorgaben stufenlos steuern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lichtmanagement als Zukunftstechnologie: Der fünfte Sinn des Auges und wie wir ihn nutzen können. vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, abgerufen am 2. Februar 2020