IFR-Instrumenten Flugschule Reichelsheim

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IFR-Instrumenten Flugschule Reichelsheim
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Rechtsform GmbH
Gründung 1988
Sitz 61203 Reichelsheim
Leitung Klaus Hübschen, Christiane Reinhold, Roland Otto
Branche Verkehrsfliegerschule
Website www.ifr-flugschule.de

Die IFR-Instrumenten Flugschule Reichelsheim, kurz IFR-Flugschule, ist eine öffentliche Verkehrsfliegerschule und Fernschule mit Sitz am Flugplatz Reichelsheim (Wetterau). Sie wurde 1988 gegründet und bildet seitdem Berufspiloten in Theorie und Praxis aus, ihre Rechtsform ist GmbH.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abkürzung IFR steht für Instrumenten Flugschule Reichelsheim. Diesen Namen trägt die Flugschule seit ihrer Gründung und ist auf die Instrumentenflugberechtigung – IR(A) zurückzuführen. Zur Zeit der Firmengründung war die Ausbildung im Instrumentenflug im Vergleich zu heute selten anzutreffen und galt in Ergänzung der Privatpilotenlizenz bzw. der Berufspilotenlizenz als etwas Besonderes.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule ist als ATO (Approved Training Organisation) gemäß den Anforderungen für die Pilotenausbildung nach EASA Part-FCL, vormals JAR-FCL 1, zertifiziert und trägt die Zulassungsnummer DE.ATO.035. Der Schwerpunkt der Schule liegt bei der modularen Ausbildung, d. h., der Lizenzerwerb findet in mehreren Einzelstufen statt. Dem entgegen steht die durchgehende Ausbildung, die die Schule nur noch für angehende Flugdienstberater anbietet.

Trotz eines breiten Ausbildungsspektrums ist die IFR-Flugschule eine relativ kleine Flugschule geblieben. Mit 60 bis 80 Schülern pro Jahr wird die Ausbildung sehr persönlich gestaltet und ist weniger auf die Serienproduktion ausgerichtet.

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1988 bis 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der ersten Jahre beschränkte man sich in der jungen Flugschule zunächst neben der Privatpilotenausbildung auf die Ausbildung der Berufspiloten. Beide Ausbildungen konnten durch die Instrumentenflugberechtigung ergänzt werden.

Firmengründer waren Ernst Meuser und Ottmar Reithel.

1991 bis 1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1991 wurde das Spektrum der Ausbildung erweitert. Hinzu kamen die Ausbildungen zum Verkehrsflugzeugführer und die Longrange-Berechtigung.

Ebenfalls 1991 wurde das Team durch Familie Reinhold verstärkt. Hierbei übernahm Christiane Reinhold zudem die Aufgaben eines weiteren Geschäftsführers, Ottmar Reithel verließ stattdessen das Unternehmen.

1999 bis 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 stieg als weiterer geschäftsführender Gesellschafter Klaus Hübschen in die Flugschule ein. Er begleitet zusätzlich bis heute die Aufgabe des Ausbildungsleiters.

Im Jahr 2000 wurde die Ausbildung zum Type-Rating für die Piper PA-46 mit in das Programm aufgenommen und ist bis heute fester Bestandteil. Hieran ist besonders, dass die Schüler ihre Ausbildung auf ihrem eigenen Flugzeug absolvieren können. Diese Ausbildungsform wurde später auf alle Ausbildungen übertragen.

2001 bis 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Corporate eAcademy Fernlehrgänge

Als einzige öffentliche Flugschule erhielt die IFR-Flugschule im Jahr 2001 die Ausbildungsgenehmigung für Flugdienstberater (Dispatcher). Die nach der Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV) durchgeführte Ausbildung gibt es so nur in Deutschland und wird in Zusammenarbeit mit der TUIfly GmbH durchgeführt.

2003 verließ Ernst Meuser das Unternehmen, die Schule wurde fortan von Klaus Hübschen und Christiane Reinhold verantwortlich geführt.

2010 begann die Flugschule, in Zusammenarbeit mit der Softwarefirma Peters Software GmbH aus Köln eigene Fernlehrgänge zu entwickeln, bei denen das Lehrmaterial ausschließlich online präsentiert wird und somit die moderne Technologie als Hilfsmittel einsetzt. Da es eine solche Form bei Fernlehrgängen für Piloten in der Vergangenheit nicht gab, hat die Flugschule das neue Lernen unter Einbeziehung neuer Technologien „Next-Level-Learning“ genannt.

2011 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neuen Fernlehrgänge der „Corporate eAcademy“ wurden zunächst durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) am 17. Februar 2011 für die Ausbildung zugelassen. Der Lehrgangsumfang erstreckt sich von der Privatpilotenlizenz bis zur Verkehrspilotenlizenz und schloss die Ausbildungen zum Flugdienstberater und der Instrumentenflugberechtigung mit ein. Zur Vorlage beim Luftfahrt-Bundesamt im Anschluss kam aber zunächst nur die ATPL(A). Dem Antrag auf Ausbildung auf Basis der neuen eAcademy für ATPL(A) wurde am 27. Januar 2012 stattgegeben. Seitdem ist die IFR-Flugschule offizieller Anbieter für Fernlehrgänge. Im März 2012 folgten die Anträge der anderen Lehrgänge, die bereits durch die ZFU genehmigt waren. Ihre Zulassung erfolgte gemeinsam am 21. August 2012.

Am 8. März 2012 wurde Roland Otto zum weiteren geschäftsführenden Gesellschafter bestellt. Er ist der Kopf hinter dem Next-Level-Learning-Programm und seit 2007 im Team der IFR-Flugschule.

Ausbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ausbildungsspektrum der IFR-Flugschule umfasst folgende Lizenzen und Berechtigungen:

Ausbildungsdurchführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbildung zum ATPL(A), CPL(A), EIR, CB-IR und zur IR(A) wird modular angeboten. Die theoretische Ausbildung wird über die flugschuleigenen Fernlehrgänge realisiert. Die Ausbildung zum Flugdienstberater wird sowohl als Vollzeitunterricht als auch als Fernlehrgang angeboten.

Für die praktische Ausbildung setzt die Schule neben einem FNPT II-Flugsimulator auf eine Flugzeugflotte aus bewährten Modellen wie z. B. Diamond DA20, Piper PA-28-Arrow und Diamond DA42 NG mit Glascockpit. Schüler, die in Besitz eines eigenen Flugzeuges sind, können dies für ihre eigene Ausbildung nutzen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]