Ian McGuire

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Ian McGuire (geboren 1964) ist ein britischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McGuire wuchs in der nordenglischen Hafenstadt Hull auf, studierte Literaturwissenschaft an der University of Sussex (MA) und promovierte an der University of Virginia (PhD 1996). Seit 1996 lehrt er amerikanische Literatur und kreatives Schreiben an der University of Manchester. Er ist spezialisiert auf die amerikanische Literatur des 19. Jahrhunderts und hat unter anderem Arbeiten zu Walt Whitman und Herman Melville verfasst, sein besonderes Interesse gilt indes der Literatur des Realismus. 2015 legte er eine Biographie Richard Fords vor, also zu einem der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart (den MacGuire indes als fest verankert in der realistischen Tradition von William Dean Howells liest).

Einem größeren Publikum ist er als Romancier bekannt. Sein Erstling, der Campus-Roman Incredible Bodies, wurde von den Kritikern zumeist wohlwollend aufgenommen und auch ins Deutsche übersetzt. Der Nachfolger The North Water, ein an Cormac McCarthy und Herman Melville geschulter Abenteuer-, Historien- und zugleich Kriminalroman über eine Walfangexpedition in die kanadische Arktis, war 2016 für den Man Booker Prize nominiert (Longlist)[1] und wurde von der New York Times zu einem der zehn besten Bücher des Jahres gekürt;[2] 2018 erschien er unter dem Titel Nordwasser auf Deutsch.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane

  • Incredible Bodies. Bloomsbury, London 2006.
    • deutsch: Klugscheißer. Übersetzt von Andreas Jäger. Goldmann, München 2007
  • The North Water. Scribner, London 2016

Kurzgeschichten (Auswahl)

  • The Red Monk. In: The Paris Review 158, Frühling/Sommer 2001, S. 85–117

Literaturwissenschaftliche Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Ford and the Ends of Realism. University of Iowa Press, Iowa City 2015.

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Man Booker Prize 2016: The Longlist – in Pictures. In: The Guardian (Onlineausgabe), 27. Juli 2016.
  2. The 10 Best Books of 2016: The Year’s Best Books, Selected by the Editors of The New York Times Book Review. In: The New York Times (Onlineausgabe), 1. Dezember 2016.