Iberia (Schiff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Iberia p1
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes KönigreichVereinigtes Königreich (Handelsflagge) Vereinigtes Königreich
Schiffstyp Passagierschiff
Heimathafen London
Reederei Peninsular and Oriental Steam Navigation Company
Bauwerft Harland & Wolff, Belfast
Baunummer 1476
Stapellauf 21. Januar 1954
Übernahme 10. September 1954
Indienststellung 28. September 1954
Außerdienststellung April 1972
Verbleib 1972 in Taiwan verschrottet
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
219 m (Lüa)
Breite 27,5 m
Tiefgang max. 9,4 m
Vermessung 29.614 BRT
 
Besatzung 711
Maschinenanlage
Maschine Getriebeturbinen
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
31.250 kW (42.488 PS)
Dienst-
geschwindigkeit
22 kn (41 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
24,9 kn (46 km/h)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 1.414
Sonstiges
Registrier-
nummern

IMO-Nr. 5157781

Die Iberia war ein 1954 in Dienst gestelltes Passagierschiff der britischen Reederei Peninsular and Oriental Steam Navigation Company, das für den Liniendienst nach Australien gebaut wurde. Sie blieb bis April 1972 im Einsatz und wurde anschließend in Taiwan verschrottet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Iberia entstand unter der Baunummer 1476 bei Harland & Wolff in Belfast und lief am 21. Januar 1954 vom Stapel. Nach seiner Ablieferung an die Peninsular and Oriental Steam Navigation Company am 10. September 1954 nahm das Schiff am 28. September den Liniendienst von Tilbury nach Sydney auf.

Ab Juni 1955 bot die Iberia in den Sommermonaten neben dem Liniendienst nach Australien auch Kreuzfahrten ins Mittelmeer an. Am 27. März 1956 kollidierte das Schiff während einer weiteren Reise nach Australien vor Colombo mit dem von Esso betriebenen Tanker Stanvec Pretoria. An Bord der Iberia entstanden hohe Schäden, Teile der Aufbauten verbogen sich. An der Stanvec Pretoria entstanden lediglich leichte Beschädigungen am Bug. Die Reparaturarbeiten an der Iberia dauerten siebzehn Tage an.

In den folgenden Jahren war die Iberia in weitere Vorfälle verwickelt. Unter anderem lief sie am 15. Februar 1959 im Sueskanal auf Grund. Im Oktober 1961 musste sie nach einem kompletten Ausfall der Maschinenanlage für fünf Tage zur Reparatur in Auckland bleiben. Am 12. August 1962 lief das Schiff vor Sues auf eine Sandbank, wodurch einer der Propeller beschädigt wurde. Es folgten weitere Maschinenschäden und Ausfälle, zudem geriet während einer Überfahrt im Dezember 1969 der Schornstein der Iberia in Brand.

Im Februar 1972 wurde die Außerdienststellung der erst achtzehn Jahre alten Iberia angekündigt. Ihre letzte Überfahrt beendete sie am 19. April 1972 in Southampton, anschließend wurde das Schiff aufgelegt. Am 28. Juni 1972 verließ die Iberia Southampton mit Kurs auf Kaohsiung in Taiwan, wo sie am 5. September 1972 bei der Abbruchwerft von Mitsui & Company eintraf. Die Verschrottung des Schiffes begann im Oktober.

Das Schwesterschiff der Iberia war die 1954 in Dienst gestellte Arcadia, welche noch bis 1979 im Einsatz blieb und anschließend ebenfalls in Kaohsiung verschrottet wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]