Ibiranu

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Ibiranu (VI.) war König des Stadtstaates Ugarit im heutigen Syrien. Er regierte ca. 1230–1225 v. Chr.

Der Sohn von König Ammistamru II. wurde Kronprinz, als sein älterer Halbbruder Utri-Šarruma infolge des Scheidungsstreits seiner Eltern bei seinem Vater in Ungnade fiel.

Ein hethitischer Prinz warf Ibiranu vor, er habe dem Großkönig keinen Antrittsbesuch gemacht: „Die Sonne (vermutlich Tudḫaliya IV.) ist sehr über diese Affäre verärgert. Beeile Dich, Deine Boten mit Geschenken für den König und für mich zu schicken.“ Der junge König von Ugarit scheint dem Wunsch nachgekommen zu sein, doch findet sich ein Brief des ugaritischen Botschafters Takhulu am Hof von Hattuša an seinen König, dass der Großkönig sich von den minderwertigen Steinen verspottet fühle und man den besten Lapislazuli schicken solle.

Das Verhältnis zu den Hethitern verschlechterte sich weiter, als Vizekönig Talmi-Teššup von Karkemisch die sofortige Entsendung von Soldaten und Kampfwagen verlangte. Ugarit war bislang seinen militärischen Pflichten als Vasall immer umgehend nachgekommen – doch Ibiranu verzögerte die Entsendung durch mehrmalige Nachfragen über Zahl, Art, Ausstattung etc. und der Bitte um Aufschub, da die Regimenter auch erst aufgestockt werden müssten.

Nach Ibiranu wurde sein Sohn Niqmaddu III. König.

VorgängerAmtNachfolger
Ammistamru II.König von Ugarit
?–1225 v. Chr.
Niqmaddu III.