Ibohamane

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Landgemeinde Ibohamane
Landgemeinde Ibohamane (Niger)
Landgemeinde Ibohamane
Landgemeinde Ibohamane
Koordinaten 14° 48′ N, 5° 56′ O14.7969444444445.9305555555556Koordinaten: 14° 48′ N, 5° 56′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Tahoua
Departement Keita
Einwohner 88.724 (2012)

Ibohamane ist eine Landgemeinde im Departement Keita in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Ibohamane liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Akoubounou im Norden, Azèye im Osten, Tabotaki im Südosten, Garhanga im Südwesten und Keita im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 59 administrative Dörfer, ein traditionelles Dorf und 29 Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Ibohamane.[2]

In den fruchtbaren Hochebenen von Ibohamane, die als Weideflächen genutzt werden, dominieren Boscia senegalensis, Guiera senegalensis und Acacia laeta die Vegetation. Die Täler, in denen der Ackerbau vorherrscht, sind von Bauhinia rufescens, Piliostigma reticulatum und Wüstendatteln geprägt. Im Osten der Landgemeinde erstrecken sich sandige Ebenen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Überlieferung nach leitet sich der Ortsname Ibohamane von einem „Aboham“ genannten Sorghum-Cultivar her, das schon vor langer Zeit im Tal angebaut wurde.[4] Die Landgemeinde Ibohamane ging als Verwaltungseinheit 2002 bei einer landesweiten Verwaltungsreform aus einem Teil des Kantons Keita hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Ibohamane 61.018 Einwohner.[5] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 88.724.[6] Die Bevölkerungsmehrheit stellen Tuareg, außerdem leben Hausa und Fulbe in der Landgemeinde.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ibohamane liegt am Übergang der Zone des Agropastoralismus des Nordens zur Zone des Regenfeldbaus des Südens.[7] Neben dem Ackerbau sind die Viehzucht, der Handel und das Handwerk die wichtigsten wirtschaftlichen Aktivitäten in der Landgemeinde.[3]

Es gibt drei Gesundheitszentren (französisch: centres de santé intégrés) und neun Gesundheitshäuser (französisch: cases de santé), wobei letztere unzureichend funktionieren und die Gesundheitseinrichtungen ungleich über das Gemeindegebiet verteilt sind. Im Bildungswesen stehen 53 Grundschulen, zwei islamische Schulen und zwei allgemein bildende Mittelschulen zur Verfügung. Die Mittelschulen befinden sich im Hauptort Ibohamane und im administrativen Dorf Gadamata.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF-Datei; 106 kB).
  3. a b c Commune Rurale de Ibohamane: Plan de Développement Communal. Dezember 2006 (Online-Version; PDF-Datei; 1,4 MB), S. 7–8.
  4. a b Commune Rurale de Ibohamane: Plan de Développement Communal. Dezember 2006 (Online-Version; PDF-Datei; 1,4 MB), S. 9–10.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF-Datei; 3,0 MB), S. 55.
  6. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 1. Mai 2014 (PDF-Datei, französisch).
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.