Iceland Foods

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Iceland Foods Ltd
Rechtsform Limited Company (Ltd.)
Gründung 1970
Sitz Deeside, WalesFlag of Wales (1959–present).svg Wales
Leitung Malcolm Walker (Gründer und CEO)
Mitarbeiterzahl 23.000[1]
Branche Einzelhandel
Website www.iceland.co.uk
Stand: 2016

Iceland Foods Ltd ist eine britische Supermarktkette aus Wales, die vor allem Tiefkühlprodukte verkauft. Die Firma hat in Großbritannien im Sektor Lebensmittel einen Marktanteil von 2,2 %. Die Supermärkte im Heimatland treten unter der Marke Iceland auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Geschäft wurde 1970 in Oswestry von Malcolm Walker und Peter Hinchcliffe eröffnet. Damals waren beide bei Woolworths angestellt, ihnen wurde gekündigt, als ihr Nebenjob bekannt wurde.[2]

Iceland spezialisierte sich zunächst auf unverpackte Tiefkühlprodukte.[3] Im Jahr 1977 eröffneten sie ein neues Geschäft in Manchester und verkauften auch abgepackte Produkte ihrer eigenen Marke. Im Jahr 1978 hatten sie bereits 28 Geschäfte.[4]

Im Jahr 1983 erwarben sie 18 Geschäfte von St. Catherine's Freezer Centres. 1984 gingen sie an die Börse.[4] Mit dem zusätzlichen Kapital konnten sie 1986 Orchard Frozen Foods und 1988 Bejam erwerben. Im Jahr 1993 übernahm Iceland die Markthallen des Kaufhauses Littlewoods. Die Übernahme der französischen Supermarktkette Au Gel war nicht erfolgreich, die Tochtergesellschaft wurde nach einem Jahr aufgegeben.[3]

Im Mai 2000 fusionierte das Unternehmen mit Booker plc, der CEO wurde Stuart Rose von Booker. Im Jahr 2001 musste Malcolm Walker als Vorstand zurücktreten, nachdem bekannt wurde, dass er seine Unternehmensaktien im Wert von £13.5 verkauft hatte, bevor das Unternehmen eine Gewinnwarnung herausgab. Walker wurde 2005 erneut Vorstand.[2]

Im Februar 2005 wurde das Unternehmen von der isländischen Baugur Group übernommen. Nach der Insolvenz der Baugur Group im Februar 2009 wurde ein Mehrheitsanteil von isländischen Banken übernommen und im Jahr 2012 an ein Konsortium verkauft, an dem Malcolm Walker und Graham Kirkham beteiligt waren.[5]

Iceland betreibt auch Geschäfte in Spanien und Portugal (Länder mit vielen britischen Einwanderern) in Zusammenarbeit mit dem spanischen Einzelhändler Overseas, sowie in der Tschechischen Republik.

In Malta ist Iceland über Franchisenehmer aktiv. Zunächst wurden Produkte der Marke Iceland an Supermärkte geliefert. Das erste Geschäft entstand 2015 in Birkirkara. Weitere Geschäfte in Mosta, Qawra und Marsascala folgten.

Im Januar 2018 gab Iceland den Bau seines 16. Verteilungszentrums und die Schaffung von 1000 neuen Arbeitsplätzen bekannt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab Iceland bekannt, dass in den Produkten ihrer Marke kein Palmöl mehr verwendet wird, da die Produktion von Palmöl wegen Umweltschäden kritisiert wird. Im November 2018 wollte man dazu einen kurzen Animationsfilm mit einem Orang-Utan im britischen Fernsehen veröffentlichen. Die Kontrollinstanz Clearcast sah darin einen Verstoß gegen den „UK Code of Broadcast Advertising“. Da der Film zuvor von Greenpeace veröffentlicht worden war, wurde er als politisierte Werbung eingestuft.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Malcolm Walker: Best Served Cold: The Rise, Fall and Rise Again of Malcolm Walker. Icon Books, 2013, ISBN 978-1-84831-700-0 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sarah Butler: Iceland government challenges retail chain Iceland over name use. The Guardian, 24. November 2016, abgerufen am 21. Dezember 2018 (englisch).
  2. a b The Iceland story (english) Iceland. 14. Dezember 2007. Archiviert vom Original am 14. Dezember 2007. Abgerufen am 21. Dezember 2018.
  3. a b Company Profile, Information, Business Description, History, Background Information on Iceland Group plc. Iceland Group plc, abgerufen am 21. Dezember 2018 (englisch).
  4. a b History of the big Food Group. Funding Universe, abgerufen am 30. April 2015 (englisch).
  5. Iceland Foods CEO Walker Purchases U.K. Frozen Food Chain for $2.3 Billion (englisch) In: Bloomberg. 9. März 2012. Archiviert vom Original am 31. Oktober 2013. Abgerufen am 21. Dezember 2018.
  6. Zu politisch? Supermarkt-Werbung wird trotz TV-Verbot zum Online-Hit. OnlineMarketing.de, 13. November 2018, abgerufen am 21. Dezember 2018.