Ignite

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Dieser Artikel behandelt die amerikanische Rockband. Weitere Bedeutungen siehe unter Ignite (Begriffsklärung).
Ignite
Ignite-Logo.jpg
Ignite With Full Force 2014 04.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Melodic Hardcore
Hardcore Punk
Gründung 1993
Website http://www.igniteband.com
Aktuelle Besetzung
Zoltan „Zoli“ Téglás
Brett Rasmussen
Brian Balchack
Gitarre
Nik Hill
Craig Anderson

Ignite (engl.: entzünden/Feuer fangen) ist eine Melodic-Hardcore-Band aus Orange County, Kalifornien.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Brett Rasmussen und Joe D. Foster gründeten 1992 eine gemeinsame Band, der sich 1993 Joe Nelson und Gavin Oglesby anschlossen. Gavin brachte schließlich Casey Jones als Schlagzeuger ein. Erster Bandname war Fuse, weitere Namen waren Angerslave und Shade.

Nach dem ersten Demotape mit den Songs Ash Return, Distance, Slow, Should have known und Far away heuerte Joe Nelson vorübergehend als Roadie bei Quicksand an. Lost & Found Records bot Ignite an, eine LP in Europa zu veröffentlichen, und versprach ihnen eine Tour mit Sick of It All und Slapshot im Sommer 1994. Ignite überredeten Foster, bei den Aufnahmen zum Album Scarred for Life zu singen, allerdings fehlte ihnen für die Tour ein Sänger. Nach mehrmonatiger Suche wurde man mit dem Ungarn Zoltan „Zoli“ Téglás fündig.

Nach der großen Europa-Tour mit Slapshot nahmen Ignite Anfang 1995 die EP In my Time in der Besetzung Téglás/Rasmussen/Foster/Jones auf. Damit fingen die Probleme mit Lost&Found an, da Ignite die Mastertapes in Deutschland zurückließen. Ignite hatten nun mit Conversion Records in Amerika ein neues Label, welches auch in Europa mit Sitz in Berlin vertreten war. Auf die Anfrage, ob Lost & Found die Mastertapes zur Veröffentlichung in den Staaten herausgeben würde, reagierte das Wedemarker Label wütend und drohte mit der Boykottierung von Conversion, was deren Ende in Europa bedeutet hätte. Also gaben Ignite die Rechte an der LP Family an Lost & Found.

In Amerika erschien daraufhin das Album Call on My Brothers, welches aus dem Material der in Europa erhältlichen Alben In My Time und Family plus Bonustracks bestand. Ignite wechselten danach zum Hardcore-Label Revelation und veröffentlichten im Sommer 1996 die EP Past our Means. Es folgten eine Tour durch Japan und eine Festivaltour in Europa mit Millencolin und Madball. Ignite wurden vom Magazin VISIONS als drittbeste Live-Band des Jahres 1996 ausgezeichnet.

Im April 1997, während der „Wonderland-Festival-Tour“, kehrte Schlagzeuger Casey Jones der Band unerwartet den Rücken. Mit Scott Golley fand man Ersatz und tourte im Sommer 1997 durch Europa. Anschließend kam Craig Anderson als Schlagzeuger zur Band.

Die Bandmitglieder begannen nun jeweils Nebenprojekte und nebenbei wurde nach einem neuen Label gesucht. Gründungsmitglied Joe D. Foster stieg aus und wurde durch Brian Balchack ersetzt. Nach mehreren Touren begannen Ignite mit den Aufnahmen zu A Place Called Home, das 2000 bei TVT Records in Amerika erschien. Da TVT nicht in Europa vertreten ist, erschien das Album dort bei GUN/Supersonic. Während der anschließenden Touren wechselte man den Gitarristen und fand schließlich zurück zu Brian Balchack. A Place Called Home stellte sich als Erfolg heraus und führte zu einem hohen Bekanntheitsgrad der Band; unter anderem durfte die Band 2003 bei der Persistence Tour spielen. Im Frühjahr 2006 erschienen eine Live-DVD sowie das Album Our Darkest Days. Auf der darauffolgenden Tour wurden Ignite von den Gitarristen Nik Hill und Kevin Kilkenny unterstützt, was eine weitere Lineupänderung bedeutete.

Parallel zu Ignite verwirklichten Zoltan „Zoli“ Téglás und die anderen Bandmitglieder das Projekt Zoli Band (später California United). Unter diesen Namen nahmen sie Songs auf, die nicht zum Ignite-Stil passten und mehr im Rock- als im Hardcorebereich liegen. Es etablierten sich um Zoli Band und California United innerhalb kurzer Zeit eigene Anhängerschaften. Die Nebenprojekte wurden jedoch auf Grund von Zeitmangel eingestellt. So existiert momentan ein Studioalbum von Zoli Band sowie ein Livealbum und ein Drei-Song-Demo von California United.

Seit 2008 gibt es Diskussionen über die politische Gesinnung von Sänger Téglás. Schuld war ein Gastbeitrag auf einem Song der ungarischen Band Hungarica, die in ihrer Heimat für eine extrem nationalistische und antisemitische Einstellung bekannt sind. In einem Interview während der Zoli Band-Tour im Jahr 2010 nahm Téglás Stellung und erklärte, wie dieser Song entstand, und distanzierte sich ausdrücklich von jeglicher nationalistischen Gesinnung.[1]

Stil[Bearbeiten]

Der Stil der Band orientiert sich am typischen melodischen so genannten Westcoast Hardcore-Punk (siehe auch Melodic Hardcore). Die Band gehört zu einem der wichtigsten Vertreter dieses Stils in der heutigen Zeit.

Bei Green Hell[2] wird die Band wie folgt beschrieben:

“Flotter, hochmelodischer Orange County Hardcore in der Tradition von Uniform Choice resp. Unity, Insted, 7 Seconds, ...”

Trivia[Bearbeiten]

Die Bandmitglieder sind bekennende Unterstützer der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd. So legen sie ihren Booklets Überweisungsträger der Organisation bei, mithilfe derer man die Organisation direkt unterstützen kann.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben

  • 1994: Scarred for Life – Lost & Found Records
  • 1995: In My Time (EP) – Lost & Found Records
  • 1995: Family – Lost & Found Records
  • 1995: Call on My Brothers – Conversion Records (US-Veröffentlichung von "Family")
  • 1996: Straight Ahead – Rovers Records (Kompilation)
  • 1996: Past Our Means (EP) – Revelation Records
  • 1997: Ignite / X-Acto – Benefit Split – Ataque Sonoro Records
  • 2000: Call on My Brothers (Re-Mastered) – Revelation Records
  • 2000: A Place Called Home – TVT Records (USA), BMG Records (Europa)
  • 2006: Our Darkest Days – Abacus Recordings (USA), Century Media Records (Europa)

Livealben

  • 2007: Our Darkest Days – Limited Tour Edition – Century Media Records

Videos[Bearbeiten]

  • 2012: Our Darkest Days Live (DVD) – Century Media Records
  • 2012: Our Darkest Days Live – Limited Edition (DVD + CD) – Century Media Records

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Interview mit Zoli Teglas über die Nazi-Vorwürfe, zugegriffen am 30. September 2010
  2. http://www.greenhell.de/katalog/hardcore_sxe_newschool/detail_14384.html?page=1&searchstring=Ignite&bezeichnung=band_album&searchmediatype=-1&listcount=15; Zugriff am 26. August 2008
  3. Video mit Zoli Teglas über Japans Walfang und ein Restaurant, in dem illegal Walfleisch auf der Speisekarte stand - und das mit seiner Hilfe geschlossen wurde., zugegriffen am 23. Oktober 2010