Im Hölken

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Im Hölken ist unter dem Eintrag „Dolinengelände Im Hölken“ als Naturschutzgebiet im Osten der Stadt Wuppertal, im Stadtbezirk Langerfeld-Beyenburg, geschützt. Das bewaldete Gebiet ist nach der gleichnamigen Straße benannt. Eine zweite Straße im Industriegebiet Nächstebreck namens Hölker Feld, die auf die gleiche Flurbezeichnung bzw. Gutsbezeichnung zurückgeht, liegt in der Nähe.

Es wurde am 29. Januar 1938 erstmals als Naturschutzgebiet ausgewiesen und am 29. März 2005 im Rahmen des Landschaftsplans Wuppertal-Nord in der Gültigkeit erneuert.

Topologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet besteht aus drei benachbart liegenden Flächen und umfasst zusammen acht Hektar. Die nördlichste Fläche hat zusammen mit der zweiten kleineren Fläche einen nahezu quadratischen Umriss. Unterbrochen werden die beiden Flächen von nordnordwestlicher Richtung kommend bis nach Süden von der heute nicht mehr genutzten Bahnstrecke Wuppertal-Wichlinghausen–Hattingen.

An die südwestliche Spitze anstoßend liegt die dritte Fläche des Naturschutzgebiets, diese Fläche wird von der Straße Im Hölken aus westlicher Richtung bis zur südöstlichen Ecke der Fläche durchquert.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der etymologische Ursprung der alten Ortsbezeichnung Im Hölken kommt von der Gutsbezeichnung „tom Holkyne“, die 1401 in einem Lehnsbrief des Grafen von der Recke-Volmestein erwähnt ist,[1] als Goebel von Koethusen vom Junker Johann von Volmarstein das Gut (Hof Hölken) „thon Holekyne“ als Lehen empfing.[2] Im Adressbuch taucht der Name erstmals 1923 auf, ein genaues Benennungsdatum ist nicht bekannt. Zur Entstehung des Namens gibt es zwei Theorien: Hölken, ist aus „Höltken“ = Hölzchen (kleiner Wald) entstanden, oder der erste Namensbestandteil stammt von „Hohl“, dies in der Bedeutung von Höhlung oder Mulde im Gelände.[1]

Naturschutzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet wurde vom Land Nordrhein-Westfalen eingerichtet für die Erhaltung und Entwicklung des Biotops als Refugial- und Regenerationsraum für an Kalkbuchenwälder gebundene Tier- und Pflanzenarten sowie den Erhalt und die Entwicklung des Strukturreichtums im Wald aus Althölzern mit hohem Bestand aus Totholz und reicher Kraut- und Strauchschicht. Weiter erstreckt sich der Schutz auf die besondere Eigenart des Gebietes mit seinen Dolinen im Massenkalk und ist damit aus erdgeschichtlichen und geologischen Gründen erhaltenswert.

Das Gebiet ist auch Teil des Geopfades, eines Geologie-Lehrpfads bzw. Wanderwegs.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: NSG Dolinengelände Im Hölken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wolfgang Stock: Wuppertaler Straßennamen. Thales Verlag, Essen-Werden 2002, ISBN 3-88908-481-8; Seite 193 Im Hölken
  2. Wolfgang Stock: Wuppertaler Straßennamen. Thales Verlag, Essen-Werden 2002, ISBN 3-88908-481-8; Seite 186 Hölker Feld
  3. WANDERWEGE DURCH DIE ERDGESCHICHTE Zugriff Juli 2008

Koordinaten: 51° 17′ 27″ N, 7° 15′ 14″ O