Im Himmel, unter der Erde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
OriginaltitelIm Himmel, unter der Erde
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch, Englisch, Russisch, Hebräisch
Erscheinungsjahr2011
Länge90 Minuten
Stab
RegieBritta Wauer
DrehbuchBritta Wauer
ProduktionBritta Wauer
MusikKarim Sebastian Elias
KameraKaspar Köpke
SchnittBerthold Baule

Im Himmel, unter der Erde ist ein Kino-Dokumentarfilm aus dem Jahr 2011 von Britta Wauer. Er handelt vom Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Himmel, unter der Erde erzählt Geschichten rund um den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee, der seit 1880 besteht, seitdem ununterbrochen in Benutzung war und heute der größte jüdische Friedhof Europas ist. Es ist der dritte Friedhof, der von der Jüdischen Gemeinde Berlins angelegt wurde.

Der Film beleuchtet die Veränderungen des Friedhofs im Wandel der Zeit durch Wandel der jüdischen Gemeinde und gibt Einblick in Traditionen, die mit dem Friedhof verknüpft sind. Im Zentrum stehen Menschen, die auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte den Friedhof besuchen und auf ihrer Entdeckungsreise durch das Gelände begleitet werden. Große Teile des Films bestehen aus Interviews, unter anderem mit dem Rabbiner William Wolff, aber auch mit auch Nachbarn und einem den Friedhof bewachenden Polizisten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Britta Wauer suchte mit Hilfe der Zeitschrift aktuell – Zeitschrift für ehemalige Berlinerinnen und Berliner nach Personen, die Dokumente und Informationen über den Friedhof Weißensee besitzen. Sie erhielt Zuschriften aus aller Welt und trug so zahlreiche Geschichten über den Friedhof zusammen.[1] 2010 veröffentlichte sie ein Buch, das anhand von Originaldokumenten und Fotos der Fotografin Amélie Losier die Geschichte des jüdischen Friedhofs auf Deutsch und Englisch erzählt.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein Dokumentarfilm voller einfühlsamer Gespräche, verblüffenden Rückblenden und unbeschwerter Musik. Aus einem toten Ort wird ein Garten. Zum Trauern, Erinnern und Glücklichsein.“

Der Spiegel[2]

„„Im Himmel, unter der Erde“ ist ein Friedhofsfilm, wie er lebendiger nicht sein kann. Traurig und lustig.“

Der Tagesspiegel[3]

„Bisweilen wirken die Bilder in ihrer Schönheit zusammen mit der Musik wie Zeugnisse einer surrealistischen Traumwelt. Hier führt das offensichtliche Anliegen des Filmes, für die Erhaltung des Friedhofes zu werben, ein wenig zu seiner Idealisierung. Dabei geht es jedoch mehr um ein Unterstreichen der Ausstrahlung, die dieser Ort hat, als um eine manipulative Dramaturgie.“

critic.de[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Britta Wauer, Amélie Losier: Der jüdische Friedhof Weissensee. Momente der Geschichte/The Weissensee Jewish cemetery. Be.bra Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8148-0172-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Das Leben unter Toten“. In: Die Zeit. 8. April 2011.
  2. „Neue Filme im April“, KulturSPIEGEL 4/2011
  3. „Für immer und ewig“ Der Tagesspiegel, 11. Februar 2011
  4. Filmkritik critic.de, 6. April 2011