Wertermittlungsverordnung

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Basisdaten
Titel: Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken
Kurztitel: Wertermittlungsverordnung
Früherer Titel: Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung des Verkehrswertes von Grundstücken
Abkürzung: WertV
Art: Bundesrechtsverordnung
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Erlassen aufgrund von: § 199 Abs. 1 BauGB
Rechtsmaterie: Besonderes Verwaltungsrecht, Baurecht
Fundstellennachweis: 213-1-5
Ursprüngliche Fassung vom: 7. August 1961
(BGBl. I S. 1183)
Inkrafttreten am: 11. September 1961
Neubekanntmachung vom: 15. August 1972
(BGBl. I S. 1416)
Letzte Neufassung vom: 6. Dezember 1988
(BGBl. I S. 2209)
Inkrafttreten der
Neufassung am:
1. Januar 1990
Letzte Änderung durch: Art. 3 G vom 18. August 1997
(BGBl. I S. 2081, 2110)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
1. Januar 1998
(Art. 11 Abs. 1 G vom 18. August 1997)
Außerkrafttreten: 1. Juli 2010
(§ 24 Satz 2 VO vom 19. Mai 2010,
BGBl. I S. 639, 644)
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Die Wertermittlungsverordnung (WertV) regelte in Deutschland allgemeine Grundsätze für die Ermittlung von Verkehrswerten bei Immobilien. Die WertV regelte damit die Auslegung der Verkehrswertdefinition in § 194 BauGB. Die Gutachterausschüsse müssen die WertV verbindlich anwenden.

Die letzte Fassung der WertV wurde am 6. Dezember 1988 erlassen und zuletzt am 18. August 1997 geändert. Zur Unterscheidung von früheren Versionen der WertV spricht man daher auch von der WertV 98.

Die in der WertV geregelten Wertermittlungsverfahren nennt man auch normierte Verfahren:

In Ergänzung zur Wertermittlungsverordnung sind Wertermittlungsrichtlinien erlassen worden.

Immobilienwertermittlungsverordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 2009 brachte das Bundeskabinett den Entwurf der „Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (Immobilienwertermittlungsverordnung – ImmoWertV)“ ein, welchem der Bundesrat zunächst nur unter dem Vorbehalt einiger, insbesondere die Ableitung der Bodenrichtwerte betreffender Änderungen zustimmte. Einem erneuten Entwurf stimmte der Bundesrat dann am 7. Mai 2010 zu; am 19. Mai 2010 wurde die ImmoWertV von der Bundesregierung erlassen. Die Verkündung erfolgte am 27. Mai 2010 (BGBl. I S. 639). Damit hat die ImmoWertV die WertV zum 1. Juli 2010 abgelöst (§ 24 ImmoWertV).

In der ImmoWertV werden gegenüber der WertV zusätzliche Aspekte bei der Wertermittlung, wie die energetische Beschaffenheit des Gebäudes oder die Wertrelevanz städtebaulicher Umstände berücksichtigt[1]§ 4 ff. ImmoWertV).

Mit der Novellierung der "Immobilienwertermittlungsverordnung – ImmoWertV" im Jahre 2021 sollen die bisherigen Richtlinien, Bodenrichtwertrichtlinie, Sachwert-, Vergleichswert- und Ertragswertrichtlinie sowie die nicht abgelösten Teile der Wertermittlungsrichtlinien 2006, abgelöst und durch eine einheitliche Regelung ersetzt werden. Mit dem Abschluss des Verfahrens rechnet das BMI in der "ersten Jahreshälfte 2021", im Anschluss kann mit einer Neuermittlung der Normalherstellungskosten gerechnet werden.[2][3][4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) - Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken: Mitteilung zur ImmoWertV des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; aufgerufen am 1. Februar 2017.
  2. Referentenentwurf Immobilienwertermittlungsverordnung–ImmoWertV. Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat. Abgerufen am 20. März 2021.
  3. Novellierung des Wertermittlungsrechts. Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat. Abgerufen am 20. März 2021.
  4. Fragen und Antworten zur Novellierung des Wertermittlungsrechts (Stand: 01. Februar 2021). Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat. Abgerufen am 20. März 2021.