Indisches Filmfestival Stuttgart

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Festivalplakat 2006

Das Indische Filmfestival Stuttgart ist eines der größten indischen Filmfestivals Europas, welches seit 2004 jährlich in der zweiten Juliwoche vom Filmbüro Baden-Württemberg veranstaltet wird. Bis 2011 hieß das Festival Bollywood and beyond.[1] Die Namensänderung soll verdeutlichen, dass im Festivalprogramm nicht primär die als „Bollywood“ bezeichneten Mainstream-Hindi-Filmproduktionen, sondern aktuelle Filmproduktionen aus allen Regionen des Subkontinents gezeigt werden. Das Indische Filmfestival Stuttgart spiegelt die wachsende Internationalisierung indischer Filme ebenso wie das Interesse für die indische Kultur in Deutschland wider.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Anstoß für das Festival gab die seit 1968 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Mumbai (Bombay, Sitz der indischen Filmbranche) und Stuttgart, die bis heute das Festival prägt: Anfang 2004 besuchte eine Wirtschaftsdelegation mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Wolfgang Schuster und dem indischen Honorarkonsul Andreas Lapp, Indien. Im Rahmen dieses Besuches wurde in Mumbai auch der Medien- und Filmstandort Region Stuttgart und Baden-Württemberg präsentiert. Dabei wurde die Idee entwickelt, ein indisches Filmfestival zu gründen.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelpunkt des Festivals stehen Filme, die das indische Kino in seiner ganzen Bandbreite präsentieren. Entsprechend enthält das Festivalprogramm klassische Bollywood-Produktionen, zeigt aber darüber hinaus Filme aus allen Regionen und Landesteilen Indiens. Denn neben den großen Bollywood-Produktionen bietet die indische Filmlandschaft auch ambitionierte Independent-, Dokumentar- und Kurzfilme, die einen differenzierten und durchaus kritischen Blick zeigen. Hierbei handelt es sich häufig um klassische Arthouse-Produktionen, die das Leben und die Probleme der Menschen in Indien porträtieren.[2][3]

Festivalprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Filmvorführung sind zahlreiche Veranstaltungen Teil des Festivals, die das Filmprogramm thematisch begleiten und bereichern. Neben Partys informieren Tea-Talks (Gesprächsrunden) über wirtschaftliche und kulturelle Themen. Das Festival richtet sich somit nicht nur an Film-Fans, sondern auch an Indieninteressierte, Medienschaffende, Musikliebhaber, Literaturbegeisterte, Kulturinteressierte sowie Interessierte und Fachleute aus Politik, Kultur, Tourismus, Kunst und Wirtschaft.

Besucherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Angaben der Veranstalter zog das Filmfestival im Gründungsjahr 2004 etwa 3500 Besucher an. Im Jahr 2012 besuchten etwa 7000 Fans der indischen Filmkultur das Festival.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wettbewerb um 5 Preise gehen Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentarfilme an den Start. Der German Star of India für den Besten Spielfilm ist mit 4000 Euro dotiert und wird von Honorarkonsul Andreas Lapp verliehen. Der German Star of India für den Besten Dokumentarfilm ist mit 1000 Euro dotiert und wird von einer dreiköpfigen Fachjury vergeben. Der German Star of India für den Besten Kurzfilm, ebenfalls mit 1000 Euro dotiert. Der Directors Vision Award richtet sich an Regisseure, die in ihrem Filmbeitrag ambitioniert den Blick auf einen kulturellen, sozialen oder gesellschaftlichen Missstand richten. Der Audience Award, mit 1000 Euro dotiert, wird vom Publikum aus allen auf dem Festival gezeigten Filmen gewählt.[4]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

German Star of India - Bester Spielfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

German Star of India - Bester Kurzfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

German Star of India - Bester Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Director’s Vision Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikumspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Indisches Filmfestival in Stuttgart Farbtupfer auf dunklem Grund Stuttgarter Zeitung, 12. Juli 2012
  2. Stuttgart: 56 indische Filme beim Festival „Bollywood and beyond“, Der Tagesspiegel, 9. Juli 2008
  3. „Bollywood and beyond“ Indiens Kino erobert die Republik, Focus, 17. Juli 2005
  4. 10. Indische Filmfestival Stuttgart 2013: Preise, zuletzt abgerufen am 9. August 2013