Irpinia (Wein)

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Unter der Bezeichnung Irpinia DOC werden Rot-, Rosé- und Weißweine sowie Schaum- und Süßweine in der italienischen Provinz Avellino, Region Kampanien, produziert. Sie bekamen 2005 den Status einer „kontrollierten Herkunftsbezeichnung“ („Denominazione di origine controllata“ – DOC), die zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert wurde.[1]

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verschnittweine werden aus folgenden Rebsorten hergestellt:[1]

  • Irpinia Bianco: 40–50 % Greco Bianco und 40–50 % Fiano. Höchstens 20 % andere Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Avellino zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.
  • Irpinia Rosso, Irpinia Rosato und Irpinia Novello: mindestens 70 % Aglianico. Höchstens 30 % andere Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Avellino zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.

Sieben Weine sind fast sortenrein. Sie müssen mindestens 85 % der genannten Rebsorte enthalten. Höchstens 15 % andere analoge Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Avellino zugelassen sind, dürfen – einzeln oder gemeinsam – zugesetzt werden.

Irpinia Spumante kann aus jeweils einer Rebsorte (Falanghina, Fiano oder Greco Bianco) hergestellt werden, die zu mindestens 85 % enthalten sein muss. Höchstens 15 % andere Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Avellino zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.

Irpinia Passito kann aus jeweils einer Rebsorte (Fiano, Greco Bianco oder Aglianico) hergestellt werden, die zu mindestens 85 % enthalten sein muss. Höchstens 15 % andere Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Avellino zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.

Irpinia Aglianico Liquoroso muss zu mindestens 85 % aus Aglianico hergestellt werden. Höchstens 15 % andere Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Avellino zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden. Das ist ein Likörwein, der „aufgespritet“ wird. Durch Alkoholanreicherung wird die Gärung unterbrochen. Dadurch hat er einen höheren Alkoholgehalt (mindestens 15–16 Vol.-%) als ein Passito. Der Restzuckergehalt hängt vom Zeitpunkt der Alkoholzugabe ab.

Irpinia Campi Taurasini muss zu mindestens 85 % aus Aglianico hergestellt werden. Höchstens 15 % andere Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Avellino zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden. „Campi Taurasini“ ist eine Unterzone (sottozona) des Anbaugebiets.

Anbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anbau und die Vinifikation von Irpinia DOC darf in allen Gemeinden der Provinz Avellino erfolgen. Die Gemeinden der Unterzone „Campi Taurasini“ sind gesondert festgelegt.[1]

Im Jahr 2014 wurden von 273 Hektar Rebfläche 13.148 Hektoliter DOC-Wein erzeugt.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Denomination (Auszug):[1]

Irpinia Bianco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: mehr oder weniger intensiv strohgelb
  • Geruch: blumig, fruchtig
  • Geschmack: trocken, ausgewogen
  • Alkoholgehalt: mindestens 10,5 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 15,0 g/l

Irpinia Rosso[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: mehr oder weniger intensiv rubinrot
  • Geruch: blumig, fruchtig, anhaltend
  • Geschmack: trocken, ausgewogen, charakteristisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,0 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 20,0 g/l

Irpinia Rosato[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: mehr oder weniger intensiv rosa
  • Geruch: blumig, fruchtig
  • Geschmack: trocken oder halbtrocken, weich
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,0 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 18,0 g/l

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). wineacts.com, 7. März 2014, abgerufen am 23. Januar 2017 (PDF, italienisch).
  2. Weinbau in Zahlen 2015. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2015. federdoc.com, abgerufen am 23. Januar 2017 (PDF, italienisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]