Isolde Czóbel

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Isolde Czóbel, geb. Isolde Daig, (* 1872 in Wenden; † 1951) war eine deutsch-russische Malerin und Textildesignerin. Sie war Professorin an den damaligen Technischen Lehranstalten der Stadt Offenbach a. M. (inzwischen aufgegangen in der heutigen Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG)) und Mutter der international bekannten Ausdruckstänzerin und Choreographin Lisa Czóbel.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isolde Daig stammte aus Wenden in Russland (heute Cēsis in Lettland).[1] Während ihrer Ausbildung zur Malerin lernte sie in Paris ihren zukünftigen Ehemann, den ungarischen jüdischen Maler Béla Czóbel kennen. Sie heirateten im Jahr 1905;[2][3] im April 1906 wurde in Bamberg ihre gemeinsame Tochter Lisa geboren, die später zu einer der bedeutendsten Ausdruckstänzerinnen des 20. Jahrhunderts wurde.

Einen Teil ihrer Studien absolvierte Isolde Czóbel bei Emil Rudolf Weiß an der Kunstgewerbeschule in Berlin. Im Jahr 1924 wurde Isolde Czóbel gemeinsam mit Maria Steudel als Professorin an die Technischen Lehranstalten der Stadt Offenbach a. M. (heute HfG Offenbach) berufen.[4] Als Professorin leitete Isolde Czóbel dort die Fachklasse für Frauenkleidung.[5] Zu ihren Modeschöpfungen gehörte auch eine Vielzahl von Tanzkostümen, die sie ihrer Tochter Lisa schneiderte.[6]

In den Sommermonaten der 1920er Jahre waren Isolde, Béla und Lisa Czóbel regelmäßige Gäste in Gertraud Rostoskys Künstlerkolonie Neue Welt in Würzburg. Mit Gertraud Rostosky verband Isolde schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine enge Freundschaft.[7]

Das Ehepaar Czóbel trennte sich im Jahr 1934; im August 1939 wurden die beiden geschieden.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verehelichung in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  2. Annette Gautherie-Kampka: Café du Dôme: deutsche Maler in Paris, 1903–1914. Donat, 1996., S. 36
  3. Béla Czóbel, Robert Stanley Johnson: Béla Czóbel, 1883–1976: Paintings, Watercolors, Drawings. R.S. Johnson Fine Art, 1996., S. 11
  4. Dekorative Kunst. F. Bruckmann., 1924.
  5. Alexander Koch: Deutsche Kunst und Dekoration: Illustrierte Monatshefte…. A. Koch, 1931, S. 236.
  6. Tradition und Aufbruch: Würzburg und die Kunst der 1920er Jahre; 15. November 2003 - 11. Januar 2004, Museum im Kulturspeicher Würzburg. Königshausen & Neumann, 2003, ISBN 978-3-8260-2763-5, S. 143–144.
  7. Tradition und Aufbruch: Würzburg und die Kunst der 1920er Jahre ; 15. November 2003 - 11. Januar 2004, Museum im Kulturspeicher Würzburg. Königshausen & Neumann, 2003, ISBN 978-3-8260-2763-5, S. 30–31.
  8. Artikel von Lorraine Weidemann: Béla Czóbel (S.14–15) (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.newhungarianvoice.com