Isthmus von Panama

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Isthmus von Panama

Der Isthmus von Panama ist eine Landenge im mittelamerikanischen Staat Panama, die im Norden von der Karibischen See und im Süden vom Pazifischen Ozean begrenzt wird. Er stellt gleichzeitig die Landbrücke zwischen Nordamerika und Südamerika dar.

Allgemein galt es in der Wissenschaft als gesichert, dass sich der Wasseraustausch zwischen den beiden Weltmeeren vor mehr als 3 Millionen Jahren erstmals signifikant verringerte und vor 2,76 Millionen Jahren mit der vollständigen Schließung der Landbrücke endgültig zum Erliegen kam. Auslöser dieses geologischen Prozesses war die Kollision zweier Erdplatten, wobei sich die Pazifische Platte allmählich unter die Karibische Platte schob. Eine Studie aus dem Jahr 2015 kam zu dem Schluss, dass sich der Isthmus bereits im Miozän vor rund 15 bis 13 Millionen Jahren gebildet haben könnte.[1] Eine im August 2016 veröffentlichte Untersuchung, die sich auf eine breite Basis geologischer, paläontologischer und molekularbiologischer Befunde stützte, bestätigte jedoch die bisherigen Annahmen.[2] Die endgültige Schließung der Landbrücke am Beginn des Quartärs führte unmittelbar zur Bildung des Golfstroms, der fortan Meerwasser aus tropischen Breiten nach Norden transportierte, wodurch sich in der Arktis die Luftfeuchtigkeit und damit das Niederschlagspotenzial erhöhte.

Nach der Entstehung einer festen Landverbindung fand der erste Austausch von terrestrischen Säugetieren zwischen den beiden Kontinenten statt.

Im Jahr 1501 wurde der Isthmus von Panama von dem Spanier Rodrigo Galván de Bastidas entdeckt.

Aufgrund seiner geeigneten geografischen Eigenschaften gab es seit dem 16. Jahrhundert Pläne, an der Stelle des Isthmus einen Kanal anzulegen, der den Atlantik mit dem Pazifik verbinden sollte. Realisiert wurde dies jedoch erst durch den von 1906 bis 1914 erbauten Panamakanal, der den Seeweg von der nordamerikanischen Ostküste zur Westküste halbiert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C. Montes, A. Cardona, C. Jaramillo, A. Pardo, J. C. Silva, V. Valencia, C. Ayala, L. C. Pérez-Angel, L. A. Rodriguez-Parra, V. Ramirez, H. Niño: Middle Miocene closure of the Central American Seaway. (PDF) In: Science. 348, Nr. 6231, April 2015, S. 226–229. doi:10.1126/science.aaa2815.
  2. Aaron O’Dea, Harilaos A. Lessios, Anthony G. Coates, Ron I. Eytan, Sergio A. Restrepo-Moreno, Alberto L. Cione, Laurel S. Collins, Alan de Queiroz, David W. Farris, Richard D. Norris, Robert F. Stallard, Michael O. Woodburne, Orangel Aguilera, Marie-Pierre Aubry, William A. Berggren, Ann F. Budd, Mario A. Cozzuol, Simon E. Coppard, Herman Duque-Caro, Seth Finnegan, Germán M. Gasparini, Ethan L. Grossman, Kenneth G. Johnson, Lloyd D. Keigwin, Nancy Knowlton, Egbert G. Leigh, Jill S. Leonard-Pingel, Peter B. Marko, Nicholas D. Pyenson, Paola G. Rachello-Dolmen, Esteban Soibelzon, Leopoldo Soibelzon, Jonathan A. Todd, Geerat J. Vermeij, Jeremy B. C. Jackson: Formation of the Isthmus of Panama. (html) In: Science Advances. 2, Nr. 8, August 2016. doi:10.1126/sciadv.1600883.

Koordinaten: 9° 0′ 0″ N, 79° 0′ 0″ W