Itanagar
| Itanagar | ||
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| Staat: | ||
| Bundesstaat: | Arunachal Pradesh | |
| Distrikt: | Papum Pare | |
| Lage: | 27° 6′ N, 93° 37′ O | |
| Höhe: | 398 m | |
| Fläche: | 59,5 km² | |
| Einwohner: | 59.490 (2011) | |
| Bevölkerungs- dichte: |
1000 Ew./km² | |
| Website: | Itanagar Capital Complex | |
Itanagar ist die etwa 70.000 Einwohner zählende Hauptstadt des nordostindischen Bundesstaates Arunachal Pradesh. Die Stadt ist Sitz des im Jahr 2005 von Papst Benedikt XVI. gegründeten römisch-katholischen Bistums Itanagar.
Lage und Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Itanagar liegt in einer Höhe von knapp 400 m in den südlichen Ausläufern des Himalaya etwa 200 km östlich der Grenze zu Bhutan. Der Fluss Brahmaputra fließt etwa 30 km (Luftlinie) südlich. Das Klima ist oft schwülwarm bis heiß; Regen (ca. 2500–3000 mm/Jahr) fällt zumeist in der sommerlichen Monsunzeit.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1991 | 2001 | 2011 |
| Einwohner | 16.545 | 35.022 | 59.490[1] |
Ca. 41 % der Einwohner sind Hindus, knapp 30 % sind Christen, gut 4 % sind Moslems und etwa 3 % sind Buddhisten; der Rest entfällt auf Naturreligionen oder Atheisten. Der männliche Bevölkerungsanteil ist ca. 10 % höher als der weibliche.[2]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Itanagar ist ein Handelszentrum für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Umgebung; große wirtschaftliche Rollen spielen auch das Bau- und Dienstleistungsgewerbe. Der nationale Flughafen Itanagar befindet sich etwa 25 km südlich der Stadt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die gesamte Region war jahrhundertelang geprägt von den Traditionen verschiedener Stammesclans. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts brachte das Ahom-Reich die Gegend unter seine Kontrolle, doch dauerte die Rivalität zwischen den einheimischen Nyishi und den fremden Ahom noch lange Zeit an. Im 19. Jahrhundert übernahmen die Briten mehr und mehr die Macht in der Region. Im Jahr 1978 wurde Itanagar die Hauptstadt der Region.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Stadt gibt es ein neues tibetisch-buddhistisches Kloster, einen Tempel, der stellvertretend für die birmanische Form des Buddhismus (Theravada) steht, sowie das Itafort, eine Festungsruine aus dem 15. Jahrhundert.

