Ivo Striedinger

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Ivo Striedinger

Ivo Striedinger (* 22. Juli 1868 in Bayreuth; † 3. Juni 1943 in Altötting) war Professor für Archivkunde an der Universität München und Direktor der Staatlichen Archive Bayerns.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der promovierte Historiker arbeitete als Archivar am Königlich Bayerischen Allgemeinen Reichsarchiv, seit 1921 Bayerisches Hauptstaatsarchiv. Er war auch Herausgeber der Archivalischen Zeitschrift und später Professor an der Universität München. Striedinger war ein Kritiker der Prinzentheorie von der Abstammung Kaspar Hausers, wie er in seinem 1933 publizierten großen Literaturbericht Neues Schrifttum über Kaspar Hauser ausführlich dargelegt hat.[1] Striedinger wurde 1939 zum ordentlichen Mitglied der Kommission für bayerische Landesgeschichte gewählt, vom Bayerischen Kultusministerium wegen seiner Ehe mit einer Jüdin ("Nichtarierin") jedoch nicht ernannt.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Was ist Archiv-, was Bibliotheksgut?, in: Archivalische Zeitschrift, 3(1926) 3, S. 151–163

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ignatz Hösl: Ivo Striedinger [Nachruf], in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, 15. Jg. 1949, Seite 195–197 (Digitalisat)
  • Fridolin Solleder: Ivo Striedinger [Nachruf], Archivalische Zeitschrift, Bd. 49, 1954, Seite 173–176

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ivo Striedinger: Neues Schrifttum über Kaspar Hauser, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, 6. Jg. 1933, Seite 415ff. (Digitalisat)
  2. Historisches Lexikon Bayerns:Kommission für Bayerische Landesgeschichte