Jürgen Beckmann

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Jürgen Beckmann (* 5. März 1955 in Dortmund) ist ein deutscher Psychologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1974 in Dortmund studierte er Sozialwissenschaften, Psychologie und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum, wo er 1980 sein Diplom erwarb. Anschließend Mitarbeit im Sonderforschungsbereich 24 der Universität Mannheim (Sozialwissenschaftliche Entscheidungsforschung) unter der Leitung von Martin Irle. Bei diesem promovierte er 1984. Für die Dissertation Kognitive Dissonanz. Eine handlungstheoretische Perspektive, erhielt er im selben Jahr auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Wien den Jungwissenschaftlerpreis (später Heinz-Heckhausen-Preis) der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs).

1984–1990 war Beckmann Projektleiter am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München unter dem Direktor Heinz Heckhausen und beteiligt an der Entwicklung des Rubikonmodells der Handlungsphasen.[1] 1987 habilitierte er an der Universität Mannheim mit "venia legendi für Psychologie".

Von 1990 bis 1995 war er Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 1997 bis 2006 war Beckmann Professor für Sportpsychologie an der Universität Potsdam. 2006 wurde er Ordinarius für Sportpsychologie an der Technischen Universität München. Von 2007 bis 2013 war er dort Dekan der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften. In 2018 wurde er zum Honorarprofessor an der School of Human Movement and Nutrition Sciences der University of Queensland, Australien ernannt.

In Beckmanns Arbeit wird die sportpsychologische Forschung mit einer wissenschaftlich begründeten Praxis verbunden. Ein zentrales Anliegen ist die Systematisierung und Professionalisierung der Sportpsychologie. In diesem Zuge schaffte er ein räumlich-zeitliches Strukturmodell der sportpsychologischen Praxis im Leistungssport (veröffentlicht in Beckmann & Elbe, 2008). Im Jahre 2003 verfasste er unter Zugrundelegung der GOP die erste Gebührenordnung für Sportpsychologie (GOSP), die heute gemeinhin als Grundlage für die Honorierung sportpsychologischer Leistungen herangezogen wird.

Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 bis 2009 Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp)
  • 2005 bis 2009 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie.
  • 1990 bis 2004 Mitherausgeber der von der asp herausgegebenen Zeitschrift
  • 1998–2000 geschäftsführender Herausgeber der von der asp herausgegebenen Zeitschrift

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019 Goldene Ehrennadel der asp für herausragendes und außergewöhnliches Engagement für die Entwicklung der nationalen und internationalen Sportpsychologie verliehen.
  • 1990 Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1984 Jungwissenschaftlerpreis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs).

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Beckmann: Mentales Training im Golf. Spitta-Verlag, Balingen 2015.
  • J. Beckmann: Kognitive Dissonanz: Eine handlungstheoretische Perspektive. Springer, Berlin/ Heidelberg/ New York 1984.
  • J. Beckmann, A. Elbe: Sport Psychological Interventions in Competitive Sports. Cambridge Scholars Publishing, Newcastle 2015.
  • J. Beckmann, A. Elbe: Praxis der Sportpsychologie im Wettkampf- und Leistungssport. Spitta, Balingen 2008 (2. Aufl. 2011).
  • J. Beckmann, M. Kellmann (Hrsg.): Enzyklopädie der Psychologie. Themenbereich D: Sportpsychologie Band 2: Anwendungsfelder. Hogrefe, Göttingen 2008.
  • J. Beckmann, H. Strang, E. Hahn (Hrsg.): Aufmerksamkeit und Energetisierung. Facetten von Konzentration und Leistung. Hogrefe, Göttingen 1993.
  • J. Beckmann, B. Szymanski, A. Elbe, F. Ehrlenspiel: Chancen und Risiken: Vom Leben im Verbundsystem von Schule und Leistungssport. Sportverlag Strauß, Köln 2006.
  • J. Kuhl, J. Beckmann (Hrsg.): Volition and personality: Action and state orientation. Hogrefe, Seattle 1994.
  • H. Ohlert, J. Beckmann (Hrsg.): Sport ohne Barrieren. Hofmann, Schorndorf 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beckmann & Gollwitzer 1987 in Social Cognition