Jürgen Berke

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Jürgen Berke (* 13. April 1958 in Bochum) ist ein deutscher Journalist. Er ist Redakteur im Ressort „Unternehmen & Märkte“ des Magazins Wirtschaftswoche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berke machte sein Abitur am Gymnasium an der Wolfskuhle in Essen-Steele. Ab 1979 besuchte er die Kölner Journalistenschule. 1987 schloss er das Studium der Volkswirtschaftslehre sozialwissenschaftlicher Richtung an der Universität Köln als Diplom-Volkswirt ab. Ab 1985 arbeitete er als Freier Mitarbeiter für den Westdeutschen Rundfunk sowie für die Magazine impulse und Wirtschaftswoche. Von 1989 an war er Technikredakteur im Ressort „Spezial“ des in der Verlagsgruppe Handelsblatt erscheinenden Wochenmagazins Wirtschaftswoche. Im Jahr 1995 wechselte er ins Ressort „Unternehmen & Märkte“ und berichtete schwerpunktmäßig über die Unternehmen in den Märkten Telekommunikation, IT und Cybersecurity.[1]

Berke wurde im Rahmen der Überwachungsaffäre der Deutschen Telekom gemeinsam mit dem Wirtschaftswoche-Kollegen Thomas Kuhn Ziel von Ausspähungen.[2][3] Dabei wurden die dienstlichen und privaten Telefonverbindungen unter Bruch des Fernmeldegeheimnisses analysiert, um die Quellen der Journalisten aufdecken zu können.[4] Berke stand auch an der Spitze einer internen Liste der Deutschen Telekom mit zehn sogenannten „Top-Brisanz-Journalisten“. Sie stufte der Konzern als besonders gefährlich ein, weil sie vertrauliche Interna veröffentlichten.[5][6][7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Reportage „Operation Goldesel: Wir haben ihre Kontonummer“ über den illegalen Datenhandel bekam er (zusammen mit seinen Kollegen Michael Kroker und Hans-Jürgen Klesse) 2009 den Isabel und Friedrich Vogel-Preis für Wirtschaftsjournalismus.[8] Seine investigative Titelstory „Im Auge des Sturms“ über die Abwehrschlacht bei Thyssenkrupp gegen eine asiatische Hackergruppe zeichneten die Industrie- und Handelskammern 2017 mit dem Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft (Ernst-Schneider-Preis) aus.[9]

Hobbys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Anfang der 1980er-Jahre engagiert sich Berke für die Verbreitung des französischen Petanque-Sports in Köln. 1992 erreichte er den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Tete-a-Tete in Ahlen.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Berke | Aktuelle Beiträge | WiWo
  2. Der Spiegel: Spähattacke: Telekom bespitzelte Familienangehörige von Aufsichtsräten
  3. Thomas Heuzeroth: Spitzelaffäre: Gericht verhängt Haftstrafe für Telekom-Mitarbeiter, in: Welt.de. 30. November 2010.
  4. Abhör-Skandal: Telekom spitzelte auch im Festnetz
  5. https://www.wiwo.de/unternehmen/bespitzelungs-affaere-geheimes-journalisten-ranking-bei-der-deutschen-telekom/5678734.html
  6. heise online: Bericht: Telekom führte Journalisten-Ranking. Abgerufen am 16. Juni 2020.
  7. Telekom-Sprecher Schindera sagt „Sorry, WiWo!“ Abgerufen am 16. Juni 2020 (deutsch)
  8. Preisträger des Awards: Friedrich und Isabel Vogel-Preis für Wirtschaftsjournalismus
  9. Gewinner Ernst Schneider-Preis 2017
  10. Deutscher Petanque-Verband, Meisterschaften