JBL (Lautsprecherhersteller)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
JBL

Logo
Rechtsform
Gründung 1946
Sitz Northridge (Los Angeles), Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Branche HiFi-Equipment
Website www.jbl.com

JBL ist ein US-amerikanischer, weltweit agierender Hersteller von Audiosystemen und -zubehör.

Das Unternehmen stellt Kopfhörer und Lautsprechersysteme für den Heimbereich sowie unter JBL Professional für den Studiobereich und der professionellen Beschallungstechnik her und wurde in den 1980er-Jahren von Lucasfilm ausgewählt, das erste THX-Kino-Lautsprechersystem zu entwickeln.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Bullough Lansing gründete JBL 1946, ein Jahr nach seinem Ausscheiden bei Altec Lansing, als Lansing Sound Inc. in Los Angeles. Da der Name Lansing schon seit vielen Jahren als Produktmarke etabliert war, kam es schnell zu einem Rechtsstreit mit Altec Lansing, der letztlich die Namensänderung in James B. Lansing Sound, Inc. hervorbrachte, Die ersten Produkte waren das Modell D101, ein 16-Zoll-Lautsprecher und der Hochfrequenz-Treiber D175. Der D175 blieb bis in die 1970er-Jahre im Sortiment. Beide Modelle waren Nachbauten der Altec Lansing-Produkte. Das erste eigenständige Produkt war der D130, ein 15-Zoll-Wandler, der für die nächsten 55 Jahre im Sortiment blieb. Der D130 war mit einer vier-Zoll-Flachband-Draht-Schwingspule und Alnico-V-Magnet ausgestattet.[1]

Lansing war mehr Techniker als Kaufmann, was sein Unternehmen Ende der 1940er-Jahre in finanzielle Schwierigkeiten brachte und schließlich im Suizid des Firmengründers endete. 1949 übernahm William H. Thomas das Unternehmen. Ihm gelang es, das Unternehmen zu sanieren und voranzutreiben.[2]

Als die Kinos auf Stereosound umstellten, entwickelte JBL für die beiden Hersteller von Kinoaudiosystemen, Ampex und Westrex, neue Lautsprecher für die Lichtspielhäuser.

JBL D44000 Paragon

Zu Beginn der 1950er-Jahre begann auch die Entwicklung der hochwertigen Audiowiedergabe im Heimbereich. Für diesen Markt entwickelte Designer William Hartsfield einen Lautsprecher, der auch gleich nach ihm benannt wurde. Dieser Lautsprecher wurde zu einem Verkaufsschlager und JBL entwickelte sich zu einem wichtigen Hersteller von Hi-Fi-Heimlautsprechern.

1957 entwickelten der Ingenieur Richard Ranger und der Designer Arnold Wolf das Soundsystem Paragon. Das in einem eleganten Holzgehäuse untergebrachte Paragon war sowohl als Soundsystem wie auch als Wohnzimmermöbel eine erstklassige Wahl und blieb über 25 Jahre im Sortiment.

In den 1950er-Jahren bezeichnete Leo Fender den Lautsprecher D130 als den idealen Lautsprecher für seine Instrumente.

Mit Capitol Records entwickelte JBL zu Beginn der 1960er-Jahre Monitorboxen für Aufnahmestudios. Das erfolgreiche 4320-System legte den Grundstein für die eigenständige Abteilung der professionellen Audiotechnik, welche bis heute Wiedergabesysteme für Studios entwickelt.[3] Außerdem wurden Hifi-Verstärker hergestellt; 1966 wurde der JBL SA-600 in den Verkehr gebracht.[4]

Seit 1969 gehört JBL zur heutigen Harman-International-Gruppe, zu der auch Harman/Kardon und Infinity gehören.[3]

Seit 2017 gehört JBL durch die Übernahme von Harman durch den Samsung-Konzern zu Samsung Electronics.[5]

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreiwege-Lautsprecher JBL Ti2000
(1993–1997)[6]
JBL Flip 3 Bluetooth-Lautsprecher

Nachfolgend eine Übersicht der bekanntesten Modelle von JBL. Die Modelle sind teilweise mehrere Jahre in überarbeiteten Versionen auf dem Markt gewesen.

Angegeben ist das Erscheinungsjahr.[7][8] Ab den 1990er Jahren verwendete JBL auch Titan-Hochtonlautsprecher.[6][9]

  • 1954: The Hartsfield
  • 1957: Paragon
  • 1979: Aquarius
  • 1973: L 100 Century
  • 1982: L 250
  • 1985: Everest
  • 1987: Control One
  • 1990: K2
  • 2012: Flip Bluetooth-Lautsprecher[10], teilweise spritzwassergeschützt (Flip 3 und 4)[11][12] oder tauchfest gemäß IPX7 (Flip 5)[13]

In den letzten Jahren wurden einige Modelle unter JBL Professional vorgestellt.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: JBL (audio brand) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historische Prospekte der Marke
  2. Die Geschichte von James B. Lansing Sound (JBL) von 1946 bis heute. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 11. September 2016; abgerufen am 9. September 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boombox-test.de
  3. a b DIE GESCHICHTE VON JBL (Memento vom 8. November 2016 im Webarchiv archive.today) Die Geschichte von JBL (Memento im Internetarchiv)
  4. Der JBL SA-600 (englisch)
  5. Samsung: Übernahme von Harman abgeschlossen. Abgerufen am 2. Juni 2020.
  6. a b HiFi Engine 2006-2020, JBL Ti2000, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  7. Sammlung von historischen Prospekten
  8. Imagebröschüre, siehe Seite 8 & 9 zur Historie
  9. connect.de vom 15. Dezember 2007, Testbericht Lautsprecher JBL ES 30, abgerufen 10. Oktober 2020.
  10. Betriebsanleitung JBL Flip, Seite 23, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  11. hifi-tests.de, JBL „Flip 3“ Bluetooth Lautsprecher, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  12. chip.de vom 23. Juni 2017, JBL Flip 4, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  13. lowbeats.de vom 15. Februar 2020, Test JBL Flip 5: Besser als der Bestseller Flip 4?, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  14. https://pro.harman.com/new_products, Haken JBL Pressional setzen, abgerufen am 7. Februar 2021.