Jaka Bizilj

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Jaka Bizilj 2009

Jaka Bizilj (* 8. Dezember 1971 in Ljubljana, Slowenien) ist ein slowenischer Filmproduzent, Autor und politischer Aktivist.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jaka Bizilj wuchs in Slowenien, Libyen, Tansania, Malaysia und Deutschland auf und erlangte 1991 die Hochschulreife. Bereits während seiner Schulzeit und seines Studiums war er journalistisch für Print, Funk und Fernsehen tätig. Seit 1995 ist er als Veranstalter und Filmproduzent tätig.[1]

2002 rief Bizilj die Initiative Cinema for Peace ins Leben, aus der 2008 die gleichnamige Stiftung hervorging.

Veranstalter, Produzent, Gründer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 begann Bizilj Konzerte auszurichten, z. B. von Andrea Bocelli, Udo Jürgens und Liza Minnelli. Er veranstaltete Tourneen, z. B. mit José Carreras. Zu Biziljs Eigenproduktionen als Produzent zählen „Jesus Christ Superstar“, „Evita“, „Aida“ und das Broadway-Musical „Jekyll & Hyde“. Zudem hat Bizilj etliche Festivals mitbegründet, etwa das Nahe-Festival oder die Domfestspiele Speyer.

Seit 2006 ist Bizilj auch als Filmproduzent tätig, dabei sind u. a. der Dokumentarfilm Letter to Anna über die russische Journalistin Anna Politkowskaja[2] und Frühstück mit einer Unbekannten von Maria von Heland zu nennen. 2016 eröffnete Jaka Bizilj The Wall Museum Berlin an der East Side Gallery in Berlin.[3]

Bei Cinema for Peace initiierte er mit Leonardo DiCaprio und Michail Gorbatschow den „Grünen Oscar“[4], gründete „Sports for Peace“ u. a. mit Nelson Mandela und Muhammad Ali sowie für Sean Penn in Los Angeles den Fundraiser „Help Haiti Home“.

Im August 2020 initiierte Jaka Bizilj eine humanitäre Rettungsaktion für den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny.[5] Im September 2020 brachte Jaka Bizilj den chinesischen Künstler Ai Weiwei für einen längeren Besuch zurück nach Deutschland. Er arrangierte eine „Aussöhnung“ mit den Berliner Taxifahrern[6] sowie Filmvorführungen und eine Diskussion zu China und Hongkong im Bundestag am 29. September mit Cinema for Peace, Amnesty International sowie CDU, SPD, Bündnis 90 / die GRÜNEN und FDP.[7][8]

Im November 2020 erkrankte Jaka Bizilj schwer an Corona und gab noch von der Intensivstation der Charité aus Interviews, um die Öffentlichkeit für die Gefährlichkeit des Virus zu sensibilisieren.[9][10]

Produktionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 1996 – The Black Gospel Singers
  • seit 1997 – Nabucco, Aida
  • seit 1998 – Carmen
  • seit 1999 – Magic of the Dance
  • seit 2000 – Romanza mit Helen Schneider, Burgfestspiele Königstein/FFM, Nahe-Festival (bis 2005)
  • seit 2001 – Stardance, Dancing Queen/Abbafever
  • seit 2002 – Evita
  • seit 2003 – Die Wiener Johann Strauss Walzer-Gala, Festival unter Sternen/Schloss Herrenchiemsee
  • seit 2004 – Die Zauberflöte, Jedermann
  • seit 2005 – Last Night of Spectacular Classic, Arena di Bavaria, Wörtherseefestspiele
  • 2006 – The World Football Concerts zur FIFA-WM, Jesus Christ Superstar, Galanacht des Musicals, Mozart-Gala
  • 2007 – The Lord of the Rings in concert, Queen – eine Ballett-Hommage von Ben van Cauwenberg
  • 2008 – Aida – das Musical von Elton John & Tim Rice
  • 2009 – Jekyll&Hyde
  • 2011 – Phantom of the Opera Geburtstagsgala in der O2-World in Berlin, The Fantastic Shadows – Die Welt der Schatten
  • 2012 – The Fantastic Shadows – Die Welt der Schatten
  • 2014 – Der Kleine Prinz
  • 2018/2019 – Der Herr der Ringe & Der Hobbit in Concert mit Billy Boyd, Ben Becker, Sky du Mont

Produktionen mit ideellem Hintergrund

  • 2009 – Cinema for Peace Dinner zu Ehren von Michail Gorbatschow anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls[11]
  • 2010 – A Special Evening on Justice in Kampala, Uganda[12]
  • 2010 – An Evening for Africa in New York mit Präsident Paul Kagame, Bob Geldof und Sharon Stone[13]
  • 2010 – Green Evening mit Sebastian Copeland und Orlando Bloom in Berlin[14]
  • 2011 – Cinema for Peace Honorary Dinner Cannes u. a. mit Sean Penn, Leonardo DiCaprio, Robert De Niro, Uma Thurman und Jane Fonda[15]
  • 2011 – Präsentation des ersten Universellen Menschenrechtslogos und Cinema for Peace Dinner in New York[16]
  • 2011 – Justice Gala in New York gemeinsam mit dem Internationalen Strafgerichtshof[17]
  • 2012 – Art & Cinema for Peace Art Basel in support of Ai Weiwei
  • 2015 – Cinema for Peace Real Life Heroes Dinner in Los Angeles zu Ehren von u. a. Amelia Boynton Robinson

Filmproduktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Sehnsucht des Star-Produzenten. Abgerufen am 8. Januar 2021.
  2. p.s.72 productions | letter to anna | info. Abgerufen am 8. Januar 2021.
  3. Wall Museum bei berliner-woche.de
  4. Green Oscar - A 'Clean Energy' Cinema Award. Abgerufen am 8. Januar 2021 (englisch).
  5. Berliner Zeitung: Jaka Bizilj: Der Mann, der Nawalny nach Berlin brachte. Abgerufen am 24. November 2020.
  6. Künstler Ai Weiwei zurück in Berlin – Versöhnung mit Taxifahrern. Abgerufen am 24. November 2020.
  7. Ai Weiwei bei Markus Lanz über Corona-Bekämpfung: "In China lacht man über europäische Staaten". Abgerufen am 24. November 2020.
  8. Ai Weiwei spricht bei Markus Lanz über Corona-Strategien - „In China lacht man über Europa“. 2. Oktober 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  9. Corona-Intensivpatient Jaka Bizilj | „Ich kämpfte 48 Stunden, nicht ins Koma zu fallen“. Abgerufen am 24. November 2020.
  10. Live aus dem Krankenhaus | Corona-Patient warnt den Vizekanzler. Abgerufen am 24. November 2020.
  11. nealine.de. Abgerufen am 8. Januar 2021.
  12. Christian Wenaweser ICC special evening justice - YouTube. Abgerufen am 8. Januar 2021.
  13. Archivlink (Memento vom 18. Juni 2011 im Internet Archive)
  14. Cinema for Peace Green Evening 2010 (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive)
  15. @1@2Vorlage:Toter Link/justjared.buzznet.com(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Archivlink)
  16. Archivlink (Memento vom 22. Januar 2012 im Internet Archive)
  17. INTERNATIONAL CRIMINAL COURT. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  18. After the Silence.
  19. Jaka Bizilj: The Voices of Srebrenica. Abgerufen am 8. Januar 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]