Jakob Ossner

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Jakob Ossner

Jakob Ossner (* 16. April 1949) ist ein deutscher Germanist, Sprachwissenschaftler und Sprachdidaktiker.

Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie in Regensburg und Heidelberg arbeitete Ossner zunächst als Gymnasiallehrer. Von 1979 bis 1989 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. In dieser Zeit veröffentlichte er seine ersten Monographien. 1989 erhielt Ossner einen Ruf an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, an der er bis 1994 als Professor tätig war, bevor er danach an die Pädagogische Hochschule Weingarten wechselte. 1997 folgte er als Nachfolger von Hubert Ivo einem Ruf auf den Lehrstuhl für Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik an die Goethe-Universität in Frankfurt/Main, den er bis 2003 innehatte. In diesem Jahr erfolgte die Rückkehr an die Pädagogische Hochschule Weingarten, an der er das Rektorat antrat, das er bis 2008 innehatte. Danach wechselte er an die Pädagogische Hochschule St. Gallen.

2012 wurde Jakob Ossner mit dem Friedrich-Preis für Deutschdidaktik[1] ausgezeichnet.

Ossner beschäftigt sich vor allem mit Forschungen zur Sprachdidaktik. Insbesondere Grammatik und Sprachbewussheit sowie Orthographie und Orthographieerwerb stellen Forschungsschwerpunkte dar, zu denen er bereits verschiedene Einführungen veröffentlicht hat.

Er ist Mitautor der HRK-Schrift Zur Zukunft der Lehrerbildung in den Hochschulen (=Beiträge zur Hochschulpolitik 5/2006); Herausgeber der Reihe StandardWissen Lehramt[2], Mitherausgeber des Handbuchs Didaktik der deutschen Sprache. Von 1885 bis 2014 war er Redaktionsmitglied von OBST[3] (Osnabrücker Beiträge zur Sprachwissenschaft), 1996 - 2003 verantwortlicher Redakteur von Didaktik Deutsch[4], seit 1980 gibt er Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik[5] heraus.

Ossner war von 2004 bis 2006 Mitglied im Rat für deutsche Rechtschreibung; er leitete die Arbeitsgruppe Schule und vertrat den Rat bei der Erstellung des Rechtschreibrahmens für die Klassen 1-10 in Baden-Württemberg[6].

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konvention und Strategie. Tübingen: Niemeyer, 1985.
  • Tandem. Ein Deutschbuch für die Realschule. Paderborn: Schöningh, 2001 (teilweise zus. mit weiteren Herausgebern).
  • Didaktik der deutschen Sprache, 2 Bde. Paderborn: Schöningh 2003 (Hg. zus. mit U. Bredel/H. Günther/P. Klotz/G. Siebert-Ott)
  • Kompetenzen und Kompetenzmodelle im Deutschunterricht. In: Didaktik Deutsch 21, 2006, S. 5–19.
  • Sprachdidaktik Deutsch. Paderborn: Schöningh 2006 (2., überarbeitete Auflage: 2008).
  • Orthographie. Paderborn: Schöningh 2010.
  • Erklären und Zeigen. In: Didaktik Deutsch 34, 2013, S. 37–51.
  • Deutschdidaktik für die Grundschule. Berlin: E. Schmidt 2016 (zus. mit Anja Pompe & Kaspar H. Spinner).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erhard Friedrich-Stiftung: Der Friedrich-Preis | Friedrich Stiftung. Abgerufen am 10. November 2018 (deutsch).
  2. UTB. Abgerufen am 10. November 2018.
  3. OBST - LINSE - Linguistik-Server Essen. Abgerufen am 10. November 2018.
  4. Didaktik-Deutsch – Halbjahresschrift für die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur. Abgerufen am 10. November 2018 (deutsch).
  5. Zeno - Jahrheft für Literatur und Kritik - Aktuelles. Abgerufen am 10. November 2018.
  6. Nadine Gaupp: Rechtschreibrahmen. 12. Juli 2018 (km-bw.de [abgerufen am 10. November 2018]).