James Gambier, 1. Baron Gambier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von James Gambier)
Wechseln zu: Navigation, Suche
James Gambier ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für den Onkel des Barons Gambier und Vizeadmiral (1723–1789) siehe James Gambier (Admiral, 1723).
James Gambier

Lord James Gambier, 1. Baron Gambier (* 13. Oktober 1756 auf den Bahamas; † 19. April 1833 in Ivor House bei Uxbridge in Buckinghamshire, England) war ein britischer Admiral. Sein Vater war der Vizegouverneur (engl. lieutenant governor) der Bahamas, John Gambier.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Gambier ging bereits mit elf Jahren zur See, wo er zunächst auf dem Schiff seines Onkels, dem späteren Vizeadmiral (engl. vice admiral) James Gambier, Dienst leistete. Er wurde bereits 1778 Kapitän zur See. Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wurde sein Name zuerst 1780 bei der Bezwingung Charlestons genannt. Ebenso zeichnete er sich 1781 durch die Vereitelung der französischen Operation gegen Jersey aus.

Beim Beginn des Krieges zwischen Frankreich und Großbritannien 1793 hatte er wesentlichen Anteil an der Schlacht vor dem englischen Kanal am 1. Juni 1794, der Seeschlacht am Glorious First of June, wo die Briten den Franzosen sieben Linienschiffe abnahmen und ein achtes zum Sinken brachten. 1795 wurde Gambier zum Konteradmiral ernannt und in die Admiralität berufen. Historische Berühmtheit erlangte er als Oberbefehlshaber der britischen Flotte in der Seeschlacht von Kopenhagen zwischen dem 2. und 5. September 1807, die mit der Einnahme von Kopenhagen und der Wegnahme der gesamten dänischen Flotte endete, die aus 17 Linienschiffen, 21 Fregatten sowie 25 Kanonenbooten bestand. Gambier überführte sie mitsamt den Vorräten aus den Arsenalen nach Großbritannien. Für diese mit großer Energie und Schnelligkeit, aber auch umso größerer Schonungslosigkeit ausgeführte Tat wurde er zum Baron Gambier, of Iver in the County of Buckingham, erhoben.

1808 fügte er als Befehlshaber der Kanalflotte den Franzosen bei Île d’Aix bedeutenden Schaden zu. 1811 verließ er den Dienst und wurde 1814 Vorsitzender der Kommission, die am 24. Dezember in Gent den Frieden mit den Vereinigten Staaten zustande brachte.

James Gambier starb am 19. April 1833 in seinem Heim, Ivor House, bei Uxbridge. Sein Adelstitel erlosch mit seinem Tod.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Charles Pole Commodore-Governor der Kolonie Neufundland
1802–1804
Erasmus Gower
Alan Gardner, 1. Baron Gardner Commander-in-Chief, Channel Fleet
1808–1811
Charles Cotton
Titel neu geschaffen Baron Gambier
1807–1833
Titel erloschen