Jean-Jacques Ambert

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Jean-Jacques Ambert, geboren als Jean-Jacques Latouche (* 30. September 1765 in Saint-Céré; † 20. November 1851 in Saint-Claude) war ein französischer Divisionsgeneral.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit fünfzehn Jahren meldete sich 1780 Ambert als Freiwilliger zur königlichen Marine. Er kam auf das Schiff „Pluto“ und kämpfte u.a. vor St. Lucia und Tobago. 1783 kehrte er wieder nach Frankreich zurück und wechselte bald schon zum Heer.

Begeistert von den Idealen der Revolution konnte er sich auch bald in den Revolutionskriegen durch Mut und Tapferkeit auszeichnen. Er wurde schnell befördert: 1783 begann er als Lieutenant und ab 7. Juli 1792 konnte er bereits als Lieutenant-Colonel ein eigenes Kommando führen. Er kämpfte im Rang eines Général de Division u.a. vor Kaiserslautern (28./30. November 1793) und Mainz (April/Juli 1793)[1]

Als Napoleon 1796 seinen Italienfeldzug plante, wurde Ambert Mitglied in dessen Stab.

Um 1800 erwarb Ambert das Château Lagrézette[2] und heiratete bald darauf. Der spätere General und Militärschriftsteller Joachim Ambert (1804–1890) war sein Sohn.

Nach der Schlacht von Waterloo (18. Juni 1815) zog er sich aus dem aktiven Dienst zurück und übernahm bis 1832 nur noch militärische Verwaltungsaufgaben. Am 11. Juni 1832 wurde Ambert in den Ruhestand verabschiedet. Er liess sich in Saint-Claude auf der Insel Basse-Terre (Guadeloupe) nieder. Er starb sieben Wochen nach seinem 86. Geburtstag am 20. November 1851 und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Militärfriedhof im Fort Delgrès[3] (Basse-Terre).

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David G. Chandler: The campaigns of Napoleon. Weidenfeld, London 1993, ISBN 0-297-81367-6 (Nachdr. d. Ausg. London 1966).
  • Charles Mullié: Biographie des célébrités militaires des armées de terre et de mer de 1789 à 1850. Poignavant, Paris 1851 (2 Bde.).
  • Georges Six: Dictionnaire biographique des généraux & amiraux français de la Révolution et de l'Émpire. 1792–1814. Saffroy, Paris 1999, ISBN 2-901541-06-2 (Nachdr. d. Ausg. Paris 1934).
  • Digby Smith: The Greenhill Napoleonic Wars Data Book. Greenhill, London 1998, ISBN 1-85367-276-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. s.a. Mainzer Republik.
  2. Besteht heute noch als Weingut.
  3. Benannt nach Colonel Louis Delgrès (1766–1802).