Jerry Coyne

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Jerry Coyne an der University of Chicago, August 2006, mit der "Laborkatze"[1] Dusty.
Jerry Coyne stellt sich vor (englisch)

Jerry Allen Coyne (* 30. Dezember 1949) ist ein US-amerikanischer Professor für Biologie mit dem Fachgebiet Artbildung an der University of Chicago. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Evolution tritt er als öffentlicher Intellektueller auch für seine philosophischen Positionen ein, insbesondere für Naturalismus, Atheismus und Determinismus.[2]

Im Kapitel The NOMA Gambit seines Buches Faith Versus Fact: Why Science and Religion are Incompatible kritisiert er die These, dass Wissenschaft und Religion nicht konfligieren würden (s. Nonoverlapping Magisteria).

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coyne erlangte 1971 den B.S. in Biologie am College of William & Mary. Anschließend arbeitete er an der Rockefeller University unter Theodosius Dobzhansky. Er promovierte 1978 an der Harvard University, wo Richard Lewontin sein Doktorvater war; dann wechselte er als Fellow zur University of California, Davis. Denn größten Teil seiner Karriere verbrachte Coyne an der University of Chicago. Von seiner dortigen Professur emeritierte er im September 2015.

Für die Society for the Study of Evolution fungierte Coyne von 1985 bis 1988 und von 1994 bis 2000 als Mitherausgeber ihrer Zeitschrift Evolution; 1996 wurde er Vizepräsident und 2011 Präsident der Society.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 bekam er das renommierte Guggenheim-Stipendium, wurde 2007 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, erhielt 2011 den „Emperor Has No Clothes“-Preis der Freedom from Religion Foundation sowie im Jahr 2015 den Richard Dawkins Award.[3]

Jerry Coyne und Richard Dawkins, "An Appetite for Wonder – An Evening with Richard Dawkins", 3. Oktober 2013, Northwestern University, Evanston, Illinois, USA

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben mehr als 100 Fachartikeln, u. a. in Nature und Science, schreibt Coyne auch regelmäßig allgemeinverständliche Artikel, so in The New Republic, Slate, The New York Times Book Review u.v.m.[6] Sein Op-Ed You can be good without God in USA Today vom 2. August 2011 wurde am 23. September 2011 auf Deutsch mit dem Titel Die Wurzel des Guten im Tagesspiegel nachgedruckt.[7]

Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er betreibt den Blog Why Evolution is True, dem über 50.000 Abonnenten (Stand August 2017) folgen. Hier veröffentlicht er Wissenschaftliches, zum Beispiel anti-religiöse Kommentare, schreibt aber auch über seine Hobbys Katzen, gutes Essen usw.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://whyevolutionistrue.wordpress.com/2010/09/17/cat-travel-week-home-again-lab-cats/
  2. "You don't have free will", Vortrag in Vancouver, Juni 2015
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 6. März 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/atheistallianceamerica.org
  4. Jerry A. Coyne: Speciation. Sinauer, 2004, ISBN 978-0-878-93089-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Jerry A. Coyne: Why Evolution is True. OUP Oxford, 2010, ISBN 978-0-191-64384-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. http://pondside.uchicago.edu/ecol-evol/faculty/Coyne/pdf/@1@2Vorlage:Toter Link/pondside.uchicago.edu (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. pdf-Artikel, Liste der University of Chicago
  7. http://www.tagesspiegel.de/wissen/die-wurzel-des-guten/4654438.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jerry Coyne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien