Jewgeni Waganowitsch Petrossjan

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Jewgeni Waganowitsch Petrossjan
Kyrillisch (Russisch)
Евгений Ваганович Петросян
Transkr.: Jewgeni Waganowitsch Petrossjan

Jewgeni Waganowitsch Petrossjan (russisch Евгений Ваганович Петросян, * 16. September 1945 in Baku) ist ein russischer Komiker. Er war einer der bekanntesten Komiker der ehemaligen UdSSR.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Mathematikers Wagan Mironowitsch (Ваган Миронович, 1903—1962) und Bella Grigorewna (Белла Григорьевна, 1910—1967) betätigte sich bereits in jungen Jahren im Amateurtheater und trat in Clubs und Kulturhäusern auf. Dort las er unter anderem Gedichte und Fabeln vor, spielte Sketche und führte durch Konzerte als Conférencier. Die Schule schloss er 1961 ab, zog um nach Moskau und fing an, professionell aufzutreten. Zwischen 1969 und 1989 arbeitete Petrossjan als Conférencier im Staatlichen Orchester der RSFSR. Zudem trat er mit verschiedenen anderen Komikern bei Bühnenshows und in Fernsehsendungen auf. Ab 1994 moderierte Petrossjan auf dem staatlichen Ersten Kanal die wöchentliche Sendung Smechopanorama (russ.: Смехопанорама; Lach-Panorama). Zwischen 2002 und 2005 war er Autor der Sendung Schutka sa schutkoi (russ.: Шутка за шуткой; Witz nach Witz), ebenfalls auf Perwy kanal.

Kontroverse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. September 2005 protestierte eine Menschenmenge, bestehend aus Erstsemester-Studenten der Lomonossow-Universität, angehenden Juristen der privaten Moskauer Universität für Geisteswissenschaften und vorbeigehenden Jugendlichen auf dem Slawischen Platz in Moskau und forderte die Absetzung seiner Sendungen Anschlag (Аншлаг) und Smechopanorama sowie ihr Ersetzen durch Dokumentarfilme. Ihr Protest richte sich nicht gegen Petrossjan persönlich, sondern gegen die Sendungen an sich, „da aufgrund des Mangels an Auswahl viele Menschen nicht ahnten, dass es auch Humor anderer Qualität gebe“.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. В Москве прошла акция протеста против программ Евгения Петросяна. 2005, abgerufen am 16. April 2016 (russisch).