Johan Gottlieb Gahn

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Johan Gottlieb Gahn

Johan Gottlieb Gahn (* 19. August 1745 in Voxnabruk, Gemeinde Ovanåker; † 8. Dezember 1818 in Falun) war ein schwedischer Chemiker. Er stellte Mangan rein dar und galt damit später als Entdecker des Mangan.

Gahn verlor früh seinen Vater und erbte ein Bergwerk. Ab 1762 studierte er in Uppsala bei Torbern Olof Bergman und wurde 1767 dessen Assistent. Nach dem Abschluss des Studiums 1770 war er am Bergwerkskollegium als Bergwerksingenieur. In Uppsala traf er den an einer Apotheke angestellten Carl Wilhelm Scheele, mit dem er zusmamenarbeitete.

Gahn war sehr geschickt mit dem Lötrohr und als Analytiker und führte Platindraht und Cobaltperle in die Analytik ein. Er entdeckte um 1770, dass Phosphor in Knochen vorkommt und entwickelte mit Scheele eine Methode, Phosphor daraus zu gewinnen. Er isolierte 1774 metallisches Mangan durch Reduktion von Mangandioxid (Braunstein). Zuvor hatte Bergman erkannt, dass es sich um ein Metalloxid handelte und Scheele die Reduktion vergeblich versucht. Der Österreicher Ignatius Gottfried Kaim fand wahrscheinlich metallisches Mangan schon 1770, was aber damals wenig Aufmerksamkeit fand.

Ebenfalls 1774 gewann er Bariumoxid (Baryterde) aus Baryt.

Im Kupferbergwerk von Falun verbesserte er die Verhüttung und gewann mit von ihm gebauten Aufbereitungsanlagen Schwefel, Eisen- und Kupfervitriol aus dem Grubenwasser.

1793 wurde er zum Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johan Gottlieb Gahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien